Graffiti

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 30.11.2007
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Graffiti von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Graffiti ist ein Sammelbegriff für Bilder oder Schriftzüge, die auf Oberflächen im öffentlichen Raum angebracht werden. Es gibt die unterschiedlichsten Ausdrucksformen wie auch die verschiedensten Zwecke. In den Anfängen wurden Filzstifte und Marker benutzt, später kam dann die Sprühdose in Mode. Bei dem vorliegenden Spiel knüpft man eher wieder an die Anfänge an und verzichtet auf Sprühdosen. Um den zeitlichen Druck zu simulieren, unter dem Graffiti-Gemälde oft entstehen müssen, wird mit Sanduhr gearbeitet. Die „Graffiti-Tafeln“ gibt es schon lange in unterschiedlichen Größen. Durch ihre Wiederverwertbarkeit und die Möglichkeit des schnellen Löschens, sind sie hervorragend für dieses Spiel geeignet.

Bei diesem Spiel geht es um das möglichst schnelle Zeichnen von vorgegebenen Begriffen. Dabei sollen die Zeichnungen natürlich auch noch ausdrucksstark sein. Die Begriffe liegen in Form von 200 Karten vor. Auf jeder Karte ist ein schwerer und ein leichter Begriff. Zu Beginn des Spiels legen die Spieler fest, ob sie mit den schweren oder den leichten Begriffen spielen, außerdem wird ein „Rater“ bestimmt. Die anderen Mitspieler sind die Zeichner und bekommen jeder eine Graffiti-Tafel.

Der Rater muss sich nun die Augen zuhalten, während die Zeichner die oberste Karte vom Stapel nehmen und den Begriff lesen. Dann wird die Sanduhr umgedreht und alle zeichnen den Begriff gleichzeitig. Ist der Sand durchgelaufen, werden die Graffiti-Tafeln gemischt und dem Rater vorgelegt, der jetzt seine Augen wieder öffnen darf. Der Rater hat drei Versuche, um anhand der vorgelegten Zeichnungen den Begriff zu erraten, dafür gibt es entsprechend Punkte (sofort erraten zwei Punkte, im zweiten oder dritten Versuch erraten einen Punkt). Als nächstes prämiert der Rater die beste Zeichnung, die mit zwei Punkten belohnt wird. Zum Schluss ordnet er die Bilder den einzelnen Künstlern zu. Für jede richtige Zuordnung erhält der Rater einen Punkt, für jede falsche Zuordnung erhält der jeweilige Künstler einen Punkt, dessen Bild falsch zugeordnet wurde. Dann schließt der nächste Spieler die Augen und es geht mit einer neuen Runde weiter. Nachdem die zu Beginn vereinbarte Anzahl an Begriffen gespielt wurde, endet das Spiel und der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

Die Stoppuhr im getesteten Spiel läuft 1Minute 5 Sekunden. Man muss sich also beim Zeichnen schon ran halten. Entsprechend kurzweilig ist auch das Spiel, bei dem – die passende Spielergruppe vorausgesetzt – viel gelacht werden kann. Die Zeichnungen stehen im Vordergrund, ohne dass der jeweilige Künstler unbedingt in den Blickpunkt rückt. Über schwere und leichte Begriffe lässt sich im Einzelfall streiten, das bringt dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch. Das Spiel funktioniert mit der angegebenen Spielerzahl, macht jedoch mit vier und mehr Spielern deutlich mehr Spaß als zu dritt. Ein bisschen gestört hat die Zeitangabe von 30 Minuten, da die Spieler ja die Spielzeit im Prinzip selbst vereinbaren.

 


 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
30
Spielkategorisierung
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