Granada

eine Spielerezension von Carsten Pinnow - 21.04.2010
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Granada von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach der Alhambra lässt Queen Games jetzt Granada am Fuße der Sierra Nevada entstehen. Jeder Spieler baut dabei seine eigene Stadt auf und versucht, durch Gebäudemehrheiten und möglichst lange Wassergräben die meisten Siegpunkte zu erhalten. Da Granada auf Der Palast von Alhambra basiert, halten sich die Neuerungen gegenüber seinem Vorgänger in Grenzen. Die Geldkarten sehen ein bisschen anders aus, die Bauwerksplättchen zeigen komplett neue Gebäudetypen auf Vorder- und Rückseite, und statt einzelnen kleinen Ablageplänen enthält Granada einen großen Spielplan mit Bauhof, Geldauslage, Reservefeldern und einer Siegpunktleiste. Auch wenn die Regeln nicht zu umfangreich und recht einfach sind, wäre es für Fans von Der Palast von Alhambra doch ganz schön gewesen, wenn die Spielregel von Granada einen eigenen Abschnitt beinhalten würde, in der nur die Unterschiede gegenüber dem Vorläufer aufgelistet worden wären.

Eine der entscheidenden taktischen Neueinführungen gegenüber Der Palast von Alhambra bietet Granada durch die zwei verschiedenen Gebäudetypen pro Plättchen, denn dadurch erhöht sich nicht nur die Bauwerksauswahl auf dem Bauhof auf acht. Es besteht durch das Drehen der Plättchen weiterhin die Möglichkeit, Wertungen und Mehrheiten besser als beim Vorgänger zu eigenen Gunsten beeinflussen zu können. Natürlich muss ein kleines Entgelt bezahlt werden, wenn bei einem gekauften Plättchen das Bauwerk auf der Rückseite eingebaut werden soll, aber nicht selten lohnt sich diese Investition.

Die zweite wesentliche Änderung sind die Wertungen. Brachten bei Der Palast von Alhambra die Mehrheiten bei den verschiedenen Gebäudetypen noch genau festgelegte Punktzahlen, so kann sich diese Wertigkeit bei Granada jetzt Schlag auf Schlag ändern. Mehrheiten bei Bauwerken, die insgesamt nur selten verbaut wurden, bringen nämlich deutlich weniger Punkte ein, als Gebäudemehrheiten bei oft in den Städten vorhandenen Gebäuden. Daher ist es sehr wichtig, die Mitspieler im Auge zu behalten und sich vor allem auf die letzten beiden Wertungen zu konzentrieren. Es gilt hier die simple Regel: Je mehr Gebäudeplättchen schon irgendwo verbaut wurden, desto mehr Punkte lassen sich machen. Die erste Wertung taucht für irgendwelche Planspiele ohnehin fast immer viel zu früh auf.

Wer noch kein Der Palast von Alhambra (ob mit oder ohne Erweiterungen) sein Eigen nennt, findet in Granada die etwas verbesserte Variante. Beide Spiele muss man allerdings nicht besitzen, dafür sind sie sich zu ähnlich.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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