Grapsch

eine Spielerezension von Axel Bungart - 03.10.2011
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Grapsch von Game Snack
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Einen kleinen Spiele-Imbiss verspricht der Miniverlag GameSnack mit Grapsch. In der Verpackung in Form einer verlängerten Klorolle (aus dicker Pappe) befinden sich neben zwölf kleinen Spielkärtchen und 30 blauen Holzchips die Spielregel und – das Grapschometer: Ein linealförmiges Stück Holz, in der Mitte eingeklappt, damit es in die Verpackung passt.

Es ist das Herzstück des Spiels, denn danach gilt es zu grapschen. Kurz gesagt hält ein Spieler das Grapschometer am oberen Ende fest und lässt es zu einem beliebigen Zeitpunkt los. Der andere Spieler muss es fangen, bevor es auf den Tisch aufschlägt.

Dem vorausgegangen ist aber noch eine kleine Pokerrunde, in der darum taktiert wird, wer fängt und wie weit oben der fangende Spieler ansetzen darf bzw. muss. Dazu werden abwechselnd Karten aufgedeckt, die jeder vor sich liegen hat. Ähnlich wie bei Hau-den-Lukas sind auf den Kärtchen markige Sprüche abzulesen, die sich ebenfalls auf dem Grapschometer wiederfinden und zwar - das Grapschometer senkrecht gehalten - jeweils in verschiedenen Höhen. Deckt einer der Spieler z. B. „voll easy“ auf, kann sein Gegenüber ihn z. B. noch mit einem „mit viel Geschick“ überbieten, hat dann aber auch einen wesentlich kürzeren Fangweg. Anders gesagt, muss er schneller zugrapschen, um das Holzstück noch zu fangen. So können sich die Spieler anheizen, um dem Ganzen noch einen gewissen Kick zu geben. Wer auf diese Weise als erster seine Chips abgeben konnte, gewinnt.

Aber Kick oder nicht: Zu mehr als einem kurzen Zeitvertreib im Wartezimmer oder beim Warten aufs Essen taugt Grapsch freilich nicht. Soll es auch gar nicht. Die Art der Verpackung in der Papprolle (mit Trageschlaufe!) weist bereits darauf hin, dass es witzig sein kann, das Spiel in lustiger Runde im Biergarten auszuprobieren. Bei einer Maß und ein paar Brezeln spielt sich so was sicher besser als zuhause am Tisch, wo sich der Unterhaltungswert auf ein Spiel beschränkt, was schon unsere Vorfahren in der Schule gespielt haben.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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