Hanafuda

Strategisches Kartenspiel mit ausgefallenen Bildkarten

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 05.09.2010
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Hanafuda von Grubbe Media
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Lesezeit: ca. 2 Minuten

Im 17. Jahrhundert in Japan entwickelt, ist das Kartenspiel Hanafuda, heute noch in Japan und Korea weit verbreitet. Die bisher 20 Spiele umfassende Edition SOS Kinderdörfer will uns Spiele aus aller Welt nahebringen. Ein sicherlich spannendes Unternehmen, mit dem gleichzeitig versucht wird, die Arbeit der SOS Kinderdörfer in aller Welt zu unterstützen. Spielerisch Gutes tun, das ist natürlich eine prima Sache.

Das Spiel besteht aus zweimal 48 Karten, die den zwölf Monaten des Jahres zugeordnet sind, so dass jeder Monat vier Karten hat. Das Spiel ist für zwei bis vier 4 Spieler, bei zwei Spielern wird nur ein Kartensatz genutzt. Die Karten werden gut gemischt, anschließend wird per Kartenglück der Kartengeber und die Sitzreihenfolge in der aktuellen Runde festgelegt. Je nach Spieleranzahl bekommt nun jeder Spieler fünf bis acht Karten (je weniger Spieler, desto mehr Karten). Anschließend werden sechs Karten (bei zwei Spielern acht Karten) offen in die Tischmitte gelegt.

Der Kartengeber beginnt das Spiel. Wenn er Glück hat und eine der aufgedeckten Karten aus dem gleichen Monat ist wie eine der Karten, die er auf der Hand hält, so darf er diese Karte nehmen und beide Karten offen vor sich ablegen. Findet er jedoch keine Übereinstimmung, so muss er eine seiner Handkarten in die Tischmitte legen. Anschließend gibt es noch eine letzte Chance: Der Spieler deckt die oberste Karte vom Nachziehstapel auf. Passt sie zu einer der Karten aus der Tischmitte, darf er beide Karten nehmen und vor sich ablegen. So geht es reihum, bis irgendwann alle Karten offen vor den Spielern liegen. Die Punkte werden gezählt, der Spieler mit der höchsten Punktzahl ist Geber für die nächste Runde. Ein Spiel geht über zwölf Runden. Wer das recht einfache Spiel noch etwas aufwerten will, kann es mit Bonuskombinationen spielen, die dann am Ende Extrapunkte geben.

Es bedarf sicherlich etwas Zeit, bis man sich an die für europäische Augen exotischen Bildmotive gewöhnt hat. Die Basisvariante ist sehr einfach und wenig spannungsreich. Spätestens nach dem Frühjahr freut man sich schon auf das Ende des Jahres. Mit den Bonuskombinationen wird das Spiel dann schon etwas interessanter. Dadurch dass die gesammelten Karten alle offen auf dem Tisch liegen, kann man die anderen Spieler immer wieder in ihren Sammelplänen behindern.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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