Hanamikoji

Erringe die Gunst der Geishas

eine Spielerezension von Marc Zitzelsberger - 07.03.2018
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Hanamikoji - Foto von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Person der Künste ist die Übersetzung aus dem japanischen für Geisha. In Hanamikoji, dem Kartenspiel von Kota Nakayama (Kosmos), geht es sogar um sieben davon. Diese Meisterinnen stehen für verschiedene, traditionelle japanische Künste: Musizieren, Gesang, Tanz, Konversation und Teezeremonie. Als Besitzer eines neu eröffneten Restaurants kämpfen zwei Spieler um die Gunst der Geishas, damit diese Gäste anlocken und das zukünftige Geschäft ankurbeln ...

Das Buhlen mit Geschenken - wie wird Hanamikoji gespielt?

In der kleinen, schön gestalteten Box befinden sich sieben große Karten mit dem Konterfei der verschiedenen Künstlerinnen, 21 Geschenkkarten, acht Aktionsmarker, sieben Gunstmarker und eine sehr verständlich geschriebene Anleitung. Um die Damen für sein Restaurant zu gewinnen, muss man ihnen Geschenke machen, welche auf den Gunstkarten abgebildet sind. Zahlen auf den Karten der Geishas geben an, wie groß die Gunst einer der Künstlerinnen ist, die sogenannten Gunstpunkte.

Die sieben Geishas werden zwischen beiden Spielern in einer Reihe ausgelegt, die Geschenkkarten gemischt und als verdeckter Stapel an der Seite platziert. Nun nimmt jeder Spieler eine bestimmte Anzahl der Karten auf die Hand. Jetzt kann das Rennen um die Gunst der Geishas beginnen.

Ziel des Spiels ist es, am Ende einer Runde entweder die Gunst von vier Geishas zu gewinnen oder mindestens elf Gunstpunkte zu erreichen. Dies kann man durch Anlegen der Geschenkkarten an die passende Geisha erreichen. Ob man die Gunst einer der Damen für sich gewonnen hat, wird durch die Gunstplättchen angezeigt. Diese liegen am Anfang auf der Geisha (neutral) und bei Geschenkemehrheit auf der entsprechenden Spielerseite.

Der besondere Clou dabei sind die vier Aktionsmarker, die jeder Spieler sein Eigen nennt. Ist ein Spieler an der Reihe, kann er nur so Karten anlegen, wie es ihm der Aktionsmarker vorgibt, den er gewählt hat. Jede Aktion darf und muss nur einmal in der laufenden Runde benutzt werden. So muss man z. B. eine bestimmte Anzahl an Geschenkkarten offen auslegen, von denen zuerst der Gegenspieler eine auswählt und bei sich anlegt und man erst danach die verbliebenen bei sich selbst.

Zum Taktieren eignet sich besonders die Geheimnis-Karte. Dabei legt man eine Karte verdeckt unter den Marker. Diese wird erst am Ende der Runde aufgedeckt und bei sich angelegt. Durch diese Aktion kann man im Geheimen die Gunst einer der Geishas für sich gewinnen und den Gegner überraschen.

Haben beide Spieler alle Aktionsmarker abwechselnd ausgespielt beginnt die Wertung, bei der man schaut, ob einer der Spieler eines der beiden Spielziele erreicht hat. Ist dies nicht der Fall, beginnt eine weitere Runde. Die Gunstplättchen bleiben dabei auf der letzten Position und das große Buhlen kann weitergehen. Hat keiner der Spieler nach drei Runden eines der Spielziele erreicht, gewinnt derjenige, der insgesamt die meisten Gunstpunkte besitzt.

Wie gut ist das Kartenspiel Hanamikoji?

Hanamikoji ist ein wunderbares, schnelles Duell-Spiel für zwei Personen. Das Kartenspiel verfügt über mehr Spieltiefe, als man am Anfang denkt. Dadurch das alle vier Aktionsmarker innerhalb einer Runde ausgespielt werden müssen, wird das Ganze zu einem taktischen Leckerbissen. Hervorzuheben ist auch die Gestaltung der Karten, die wirkliche Kunstwerke sind. Angefangen von der Farbwahl bis zu den Motiven sind sie eine Augenweide. Das Kartenspiel ist schnell erklärt und aufgebaut, aber es dauert ein paar Runden, bis man seine Spielweise perfektioniert.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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