Hattari

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 07.10.2012
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Hattari von Reich der Spiele
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ein Deduktionsspiel, bei dem es auch um Bluff geht, macht neugierig. Die üblichen Verdächtigen sind in diesem Spiel allerdings nicht der Gärtner, sondern es geht schlicht und einfach um das Herausfinden des höchsten, bzw. niedrigsten Zahlenwertes.

Zuerst bekommt jeder Spieler bei Hattari fünf Anklagemarken, die er mit der Farbseite nach oben vor sich ablegt. Die Profile der Verdächtigen bestehen aus den Zahlen von 2 bis 8, ein Profil ist ohne Zahl. Nach dem Mischen bekommt jeder Spieler ein Profil, die vier übrigen Profile kommen in die Tischmitte (bei dreiSpielern wird ein Profil nicht verwendet). Dabei werden drei Profile als Verdächtige ausgelegt und ein Profil als Opfer.

Zu Beginn von Hattari betrachtet jeder sein Profil (Indiz) und schiebt es anschließend verdeckt an den Spieler zu seiner Rechten. Jetzt kennt jeder Spieler zwei der acht Profile (Zahlen), genug um mit der Anklagephase zu beginnen. Der Startspieler schaut sich zwei der drei Verdächtigen in der Tischmitte an. Danach kann er sich entscheiden, ob er eines der beiden Profile mit dem Opfer austauschen möchte. Anschließend legt der Spieler eine seiner Anklagemarken unterhalb eines Verdächtigen seiner Wahl ab (Achtung: es können nur Anklagemarken verwendet werden, die auf ihrer farbigen Seite liegen). Jetzt darf der nächste Spieler zwei der drei Verdächtigenprofile betrachten, allerdings nie das Profil, unter das der vorhergehende Spieler seine Anklagemarke gelegt hat. Anklagemarken können dabei natürlich auf andere Anklagemarken gelegt werden.

Hat jeder eine Anklagemarke gelegt, wird der Schuldige entlarvt. Die drei Verdächtigenprofile in der Mitte werden aufgedeckt, das Profil mit dem höchsten Zahlenwert ist der Schuldige, Ausnahme: wenn eine 5 mit im Spiel ist, ist das Profil mit dem niedrigsten Zahlenwert der Schuldige. Alle Anklagemarken, die unter dem richtigen Schuldigen liegen, kommen zurück zu ihren Besitzern und bleiben auf der farbigen Seite liegen. Alle Anklagemarken, die unter einem „Unschuldigen“ liegen, kommen zurück zu ihren Besitzern und werden auf die schwarze Seite gedreht. Befindet sich unter einem „unschuldigen“ ein Stapel von Anklagemarken, erhält der Besitzer der obersten Marke den ganzen Stapel und legt alle mit der schwarzen Seite nach oben vor sich.

Hattari endet, sobald ein Spieler acht Anklagemarken vor sich liegen hat oder wenn alle Anklagemarken, die ein Spieler vor sich liegen hat, auf der schwarzen Seite liegen. Der Spieler mit den wenigsten Anklagemarken gewinnt das Spiel (bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit den wenigsten schwarzen Anklagemarken).

Das Besondere an Hattari – und dabei kommt der Bluff ins Spiel – ist die Wertung. Immer nur die richtige Zahl zu erraten, bringt einen nämlich nicht wirklich weiter. Grund zur Schadenfreude hat man dann, wenn man einen Unschuldigen verdächtigt und die anderen Spieler glauben macht, dass der Chip an der richtigen Stelle liegt. Denn: Sobald man falsch tippt und ein anderer Spieler seinen Chip auf meinen Chip legt, wird man seinen Chip los. Hattari ist spannend und funktioniert am besten mit vier Spielern (bei zwei Spielern, was als Spielvariante in der Spielregel vorgesehen ist,  kommt das „Bluff-Element“ nicht wirklich zum Tragen). Die redaktionelle Überarbeitung der Spielregel, hätte allerdings durchaus etwas intensiver sein können. Etwas seltsam ist, dass der Fall, dass ein Spieler gar keine Anklagemarken mehr besitzt, gar nicht vorgesehen ist. Das ist zwar in unseren Spielerunden nie vorgekommen, aber theoretisch doch denkbar.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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