Hedbanz

Was bin ich? Das schnelle Ratespiel

eine Spielerezension von Britta Törpe - 26.04.2009
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Hedbanz von Noris Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minute

Kennst du das auch? Man sitzt sich gegenüber, vorzugsweise in einer netten Runde, und alle haben gelbe, selbstklebende, von den Mitspielern beschriftete Zettel an der Stirn haften. Jeder sieht damit ziemlich dämlich aus, was aber nichts macht, geteiltes Leid ist halbes Leid. Auf den Zetteln stehen meistens die Namen von Personen, allesamt berühmte Menschen: Künstler, Politiker, Sportler, gerne auch ein B-Promi aus der Klatschpresse. Reihum müssen die Zettelträger durch geschicktes Fragen diese Person erraten, die sie zu diesem Zeitpunkt darstellen, die Mitspieler dürfen nur mit "Ja" und "Nein" antworten.

Genauso funktioniert Hedbanz von Noris Spiele, mit dem Unterschied, dass man anstatt Zettel 68 Karten zur Verfügung hat, die man, ohne Draufschauen natürlich, in ein reichlich unbequemes Platikstirnband steckt. Eine Sanduhr wird umgedreht und nun hat man 30 Sekunden Zeit, effektive Fragen zu stellen. Als Hilfe sind sechs Karten beigefügt, auf denen Fragen vorformuliert sind. Es ist auch manchmal sinnvoll "Kann ich gegessen werden?"oder "Mache ich Geräusche?" zu fragen, denn unter den Begriffen auf den Karten befinden sich nicht nur typische, klassische Prominente wie Julius Cäsar, Picasso, Mozart oder die Queen, sondern auch Ortschaften wie New York und Paris, ein Gegenstand, Tier oder Gewürz. So kann man oft Pech haben und an dem Versuch scheitern, in der knappen Zeit herauszufinden, dass man ebengrade eine Gurke oder ein Schwein war. Zur Strafe muss dann ein Spielchip aus der Bank genommen und die Karte auf den Ablagestapel gelegt werden. Eine neue Karte wandert ans Stirnband  und es muss gewartet werden, ob man es schafft, in der nächsten Runde den Begriff zu erraten, um dann zur Belohnung einen der drei Chips loswerden zu können, die am Anfang an jeden Spieler ausgeteilt werden. Das ist nämlich das Ziel, quasi chipfrei zu werden.

Lustig und schwer wird es dann, wenn es sich bei der Karte um eine " Bordsteinschwalbe", eine "Türklinke", " Alaska" oder ein "Suspensorium"(!) handelt. Das ist dann auch sicher der Grund dafür, dass auf der Spielschachtel der Zusatz  "für Erwachsene" steht, höchstens Teenies können da mithalten.

Die qualitative Ausstattung des Partyspiels ist ausgesprochen einfach, allenfalls die zusätzlichen Zeichnungen auf den Begriffskarten sind ansprechend, im Cartoonstil gestaltet. Spätestens nach dem dritten Spiel kennt man vermutlich einen Großteil der Karten, und eigentlich wären dann Erweiterungskarten fällig.

Das Spiel eignet sich sicher für lockere Runden, für die so etwas völlig neu ist. Allen anderen würde ich sagen: Gelbe Zettel und ein bisschen Phantasie tun`s auch!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Spieldauer (Minuten): 
2 - 6
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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