Hit Z Road

My Zombie game

eine Spielerezension von Jörn Frenzel - 13.04.2017
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Brettspiel Hit Z Road - Foto von Space Cowboys

Zombiespiele sind seit Jahren ein ununterbrochener Trend und nun ist auch Martin Wallace auf diesen Zug aufgesprungen. Er hatte Autos, Goblins, Schiffe, Monster und Eisenbahnen und begeisterte seine Fans mit immer neuen Ideen. Nun also Zombies mit Hit Z Road bei Space Cowboys/Asmodee, und alleine die Aufmachung scheint aus einem alten Zombiefilm geklaut. Das finde ich schon ziemlich cool, wobei das nicht jedermanns Sache ist. Aber die Grafik trägt viel zum Spielgefühl bei und lässt einen so richtig in die Apokalypsewelt tauchen. Das Horror-Roadmovie, um das es hier geht, hätte man nicht besser gestalten können.

So verläuft eine Partie Hit Z Road

Gestartet wird bei Hit Z Road mit fünf Überlebenden, vier Munitionschip, vier Spritchips, vier Adrenalinchips und einem Zugfolgeplättchen. Ein Biettableau mit den vier Bietmakern rundet das Spielfeld ab. Das eigentliche Feld besteht dann aus jeweils vier Reihen mit nur zwei Karten. Die stellen den Weg entlang der Route 66 dar. Insgesamt gilt es, 64 Karten der drei unterschiedlichen Kategorien zu bekämpfen, wobei der Weg im Verlaufe des Spiels immer härter wird. Da können acht Spielrunden schnell für einen vorbei sein, denn unsere Ressourcen retten uns meistens ins Ziel.

Sobald die ersten acht Karten ausliegen, bietet man auf dem Biettableau, wie viele seiner Ressourcen man einsetzen möchte, um sich den vermeintlich leichtesten Weg auszuwählen. Der Bestbietende hat dann am Ende vielleicht keine Luft mehr und wird doch noch erwischt. Aber auf fast jeder Karte gibt es erstmal neue Ressourcen, u. U. ein Ereigniss und dann gilt es, Zombies zu bekämpfen. Die Ereignisse können uns im weiteren Verlauf nützen aber auch schaden, je nachdem, welche Karten später auftreten, denn einige werden zu Spielbeginn aussortiert.

Der Kampf ist bei Hit Z Road dann eigentlich simpel. Je nachdem, wie viele Überlebende man besitzt, nimmt man die gleiche Anzahl schwarzer Würfel zur Hand. Vorher kann man damit einen Fernkampf ausführen, wenn wir die gleiche Anzahl an Munitionsplättchen abgeben. Dabei kann man auch nicht gebissen werden. Mit diesen Würfeln gilt es, die angezeigte Anzahl an Zombies zu bekämpfen. Treffer sind als Fadenkreuz angezeigt, sollte dabei noch ein Blitz zusätzlich abgebildet sein, kann man ein Adrenalinplättchen abgeben, um noch weitere Zombies zu töten.

Im nachfolgenden Nahkampf gilt für den einzelnen Blitz das gleiche, aber ein Totenkopf lässt einen Überlebenden sterben. Hier ist ein kleiner Blitz dann dazu da, den Biss zu verhindern. Da wiederum kann man einen Adrenalinchip abgeben, sonst hat man einen Überlebenden weniger. Das heißt, im nächsten Kampf eben auch einen Würfel weniger.

Rote Würfel werden im späteren Verlauf verwendet. Da gibt es dann den grausamen Tod, der nicht abwendbar ist, denn hierbei handelt es sich um Zombiehorden. Scheidet ein Spieler irgendwann aus, werden noch zusätzliche Ressourcen fällig, um bestimmte Strecken zu durchlaufen. Kurzum: Versuche, einfach nur durchzukommen, laufen am Ende oft darauf hinaus, zwei Spritplättchen abzugeben, um Karten einfach zu überspringen. Karten, die man erfolgreich bekämpft hat, sammelt man ein, denn darauf sind die Siegpunkte abgebildet. Dabei sind die besseren Karten natürlich auch die mit den härteren Gegnern. Der mit den meisten Siegpunkten gewinnt, es sei denn, nur einer überlebt, dann ist derjenige der Hero.

Wie gut ist das Brettsiel Hit Z Road?

Allein das Material von Hit Z Road ist ein Hingucker. Wer es mag, ist sofort vom Spiel angetan. Ich gestehe, mir gefiel der Retrostil. Das Spiel selbst ist ein klassisches Glücksspiel, denn Würfel sind nicht berechenbar. Ich habe Partien erlebt, da bebte der Tisch, da alle mitfieberten, ob man es eben über die ganze Route schafft oder nicht. Genauso verliefen einige Partien eben so locker dahin und waren ziemlich emotionslos. Dabei gefielen mir alle Konstallationen. Die Anzahl der Spieler hatte nichts mit dem Spaß zu tun, eher waren es die Mitspieler selbst. Wobei ich immer eine Partie zu dritt oder viert empfehlen würde.

Viele starben beim ersten Spiel zu früh, da ihnen beim Bieten und Kämpfen die Ressourcen ausgingen. Aber soweit die Spieler das geschnallt hatten, ging das Taktieren los. Die Ressourcen möglichst lange behalten und nicht zu hoch bieten, verspricht Erfolg. Letztendlich entschied aber immer wieder der Würfel, ob es am Ende einen Überlebenden gab oder nicht.

In der richtigen Runde ist das Spiel der Knaller, da fühlt man sich wie in der TV-Serie The Walking Dead, und Wiederholungen sind durchaus angesagt, zumal das Spiel nicht zu lange dauert. Und genau deshalb sollte man hier immer erst eine Testrunde wagen, bevor man das Spiel kauft. Es ist eigentlich nur purer Fun, denn oft scheitert man auch am Ende noch an irgendwelchen Zombies und ist aus dem Spiel. Es ist aber auch gut austariert, denn auch das Überleben gelingt eben oft. Hit Z Road ist ein toll aufgemachtes Funspiel, das mich und viele meiner Mitspieler überzeugt hat.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Fotos
Spielerkarten von Hit Z Road - Foto von Jörn Frenzel
Biettableua von Hit Z Road - Foto von Jörn Frenzel
Würfel von Hit Z Road - Foto von Jörn Frenzel
Spielszene von Hit Z Road - Foto von Jörn Frenzel
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