I Qubed

eine Spielerezension von Axel Bungart - 03.10.2011
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Kleine Spiele zum kleinen Preis verspricht der kleine Verlag GameSnack aus Amberg. Mit dem schwer artikulierbaren Namen IQubed verbindet Autor Thomas Säckl schon im Namen den Anspruch, den das Spiel an seine Spieler stellt. Es geht um ein bisschen Hirnschmalz.

In der dicken Papprolle findet man nicht viel: Einige kleine und ein paar große Holzchips, die Spielregel sowie zwei kleine und einen großen sechsseitigen Würfel mit einer Kantenlänge von drei Zentimetern. Außerdem ein laminierter (aber leider gerollter) Spielplan, den man eigentlich nicht braucht.

Der große Würfel wird mit Hilfe der Rolle gewürfelt und anhand eines speziellen Bodeneinsatzes auf dem Tisch an vier verschiedenfarbigen Holzchips ausgerichtet. Die vier senkrechten Seiten des Würfels zeigen dabei jeweils auf einen farbigen Holzchip, auf dem wiederum ein bis sechs kleinere Chips liegen. Nun werden zwei weitere Würfel geworfen. Ein (normaler) Würfel (W6) zeigt danach eine Zahl, der zweite bestimmt eine der vier Farben der Chips, die den Würfel umgeben. Nun gilt es, den großen Würfel zunächst in die Richtung der angezeigten Farbe zu kippen und zwar so oft, wie der normale Würfel anzeigt. Danach muss der Würfel noch gedreht werden. Dies dann entsprechend der Zahl, die sich auf der Unterseite des Würfels befindet. Aber – alles nur in Gedanken! Keiner fasst den Würfel an.

Doch damit nicht genug. Hat man sich gedanklich durchgewurschtelt, muss man nun noch herausfinden, ob nach dem Drehen und Wenden eine der Zahlen auf den senkrechten Seiten des großen Würfels mit der Anzahl der kleinen Holzchips, die auf den farbigen Chips liegen, übereinstimmt. Uff … Also: Zeigt nach den (gedanklichen) Verwindungen möglicherweise die 3 des großen Würfels auf den farbigen Chip, auf dem drei kleine Chips liegen? Dann sollte man schnell die Farbe des Chips rufen. Wem das zuerst gelingt, darf eine bestimmte Anzahl Chips abgeben. Wer falsch lag, bekommt einen Chip vom Gegner. Konnte jemand als erster alle seine Chips loswerden, gewinnt er eine Partie IQubed.

Das klingt recht kompliziert. Und anfangs ist man auch konzentriert. Nach ein paar Durchgängen merkt man aber, dass nicht das Kippen und auch nicht das anschließende Drehen des Würfels das größte Problem sind. (Ob man einen Würfel zweimal oder sechsmal kippt, macht schließlich keinen Unterschied.) Hinterher zu vergleichen, ob und welche Zahl mit der Anzahl der Chips übereinstimmt, ist dann schon eine Stufe schwieriger. Was aber immer im Hintergrund tickt, ist die Zeit, denn nur der Schnellste kann Chips abgeben. Das ist ein Stressfaktor, der nicht jedem liegt. Und er provoziert Fehler. Er macht aber den Spielreiz erst aus, denn wie gesagt: Mit ein bisschen Routine dreht und kippt man den Würfel auch gedanklich sehr schnell.

Dennoch ist IQubed für ein kleines Spielchen zwischendurch gut. Gelegenheiten, in denen man das leicht zu transportierende Spiel mitnehmen und ohne viel Platzbedarf spielen kann, sollte es genug geben: im Wartesaal am Bahnhof, auf dem Klapptisch im Flugzeug, auf dem Beistelltisch bei der Kfz-Zulassungsstelle oder einfach mal zuhause.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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