Ice Cult

eine Spielerezension von Thorsten Herrmann - 08.02.2017
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Ice Cult - Foto von Zoch

Nachdem du nun den Polar eforscht hast, würdest du gerne wieder in wärmere Gegenden ziehen. Das ist der thematische Hintergrund des Familienspiels Ice Cult von Joe Wetherell aus dem Zoch Verlag. Spieler ab zehn Jahren versuchen, die Eiswürfel so für sich zu nutzen, das sie als Erster alle fünf Forschungmitglieder ins Warme bekommen.

Wie wird Ice Cult von Joe Wetherell gespielt?

Das Spielfeld ist sternförmig aufgebaut. Alle vier Pfeile zeigen von den Eiswürfeln zu den wärmeren Gebieten. Die Würfel werden in das mittlere Fach gelegt, sodass auf der Oberfläche ein schwarzer Kreis zu sehen ist. Jeder Spieler wählt nun eine der vier Farben und stellt die Spielfiguren neben den Spielplan. Ist ein Spieler am Zug, so muss er zweimal jeweils zwei Würfel um 90 Grad drehen. Die nun sichtbaren Symbole bestimmen den Spielzug.

  1. Ein Pfeil in einer der Spielerfarben: Hier muss nun eine Spielfigur der entsprechenden Farbe entweder auf das Spielfeld in der angezeigten Himmelsrichtung eingesetzt oder weitergezogen werden. Es können auch Spielfigurentürme entstehen. Der ziehende Spieler nimmt dann die oberen Figuren mit.
  2. Ein lila Punkt: Hier ist dem Spieler erlaubt, einen Pfeil doppelt zu spielen.
  3. Ein Viertelkreis: Dieses Sysbol erlaubt, einen Würfel um 90 Grad Horizontal zu drehen.

Das Spiel ist gewonnen, wenn ein Forscher alle seine 5 Spielfiguren an das Ziel gezogen hat, oder einen Turm aus seinen fünf Figuren entstanden ist.

Wie gut ist das Familienspiel Ice Cult?

Es ist schon relativ knifflig, durch die Würfel zu erkennen, welche Symbole an die Oberfläche kommen werden. Man muss schon ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben, um dann doch nicht die falschen Würfel zu kippen. Die Möglichkeit, die Würfel zusätzlich noch horizontal um 90 Grad zu drehen, verwirrt einen dann völlig.  Es ist uns schon oft passiert, dass die falsche Figur gezogen werden musste und der Gegner gewonnen hat.

Eine Bewertung von Ice Cult (schönes Wortspiel) ist nicht ganz einfach. Die Mechanik mit den Würfeln ist gut und regt die grauen Zellen an. Das ist leider das einzige an dem Familienspiel das irgendwie heraussticht. Da das Ergebniss der taktischen Entscheidung dann in ein einfaches Ziehen von Figuren umgesetzt wird. Irgendwie fehlt hier der letzte Pfiff am Spiel.

Als Familienspiel lässt es sich mit dieser Einschränkung recht gut zum Anfang eine Abends spielen. Für Spieler die eine größere taktische Herausforderung suchen, ist es hingegen deutlich zu simpel. Kindergruppen bringt Ice Cult dagegen durchaus zum Grübeln. Wir hatten nach diversen Partien aber keine Lust mehr, das Spiel erneut auf den Tisch zu holen. Die Mechanik mit den Würfeln hingegen würden wir in einem anderen komplexeren Spiel gerne noch einmal sehen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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