Illusio

eine Spielerezension von Wolfram Troeder - 15.10.2009
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Illusio von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Entfesselungskünstler Houdini war einer, Wittus Witt war einer und David Copperfield ist es noch immer; Magier, Illusionist, Zauberkünstler. Seit mehr als hundert Jahren ziehen begabte Magier die Zuschauer in ihren Bann und mit Illusio können die Spieler nicht nur dazugehören, sondern sogar versuchen den Wettbewerb der Besten der Besten für sich zu entscheiden. Die Aufmachung ist einfach genial, allein schon mit der Schachtel wird man zurückgebracht in das Jahr 1896. Die Kombination von Material und Design geht eine vorbildliche Verbindung ein.

Im Inneren der Schachtel findet der Zauberlehrling vier verschieden Arten Karten und die Spieleanleitung. Zehn davon sind die Charakterkarten. Aus ihnen werden jedem Spieler zufällig eine zugeteilt. Die Karte zeigt nicht nur Name und Portrait des Magiers sondern auch die dessen Spezialität, wie zum Beispiel die Fähigkeit ein Tier in ein anderes zu verwandeln oder besser vor einem Publikum abzuschneiden.

Vorgeführt werden soll 32 Tricks, als Karten, auf denen jeweils angegeben ist, zu welcher Kategorie der Zauber gehört und wie viele und welche Accessoires benötigt werden. Davon liegen immer genau vier als allgemeine Auslage in der Mitte. Die benötigten Accessoires liegen in Gestalt von 64 Karten vor, die gezogen, gesammelt und den Trick-Karten in der eigenen Auslage zugeordnet werden. Ist ein Trick mit allen Accessoires versehen, kann er vorgeführt werden. Dabei kommen nun noch die Aktionskarten ins Spiel, damit kann die Wertung für die Vorführung noch verbessert oder bei den Konkurrenten abgesenkt werden. Derjenige, der als Erster zwölf Punkte auf diese Weise gesammelt hat, wird amtierender Großmeister und hat das Spiel gewonnen.

Entsprechend der kurzen Spieldauer und des Themas ist Illusio kein Schwergewicht. Die Anforderungen an den Intellekt halten sich in Grenzen, Karten sammeln, passende Trick-Karten aussuchen, die Spezialfähigkeit nutzbringend einsetzen und möglichst viele Punkte für die Vorführung einsacken, darin erschöpft sich der Anspruch schon. Das macht aber überhaupt nichts, die Leichtigkeit  des Themas wird hier auf unnachahmliche Weise umgesetzt. Wer also, wenn auch nur für kurze Zeit, in die angestammte Reviers der Illusionisten, des Varietés, versetzt werden möchte, sollte zugreifen. Ein Spiel, welches bei mir im Spieleregal sicher keinen Staub ansetzen wird.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
14
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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