Kaiser, wieviel Schritte gibst du mir?

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.12.2006
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Kaiser, wieviel Schritte gibst du mir? von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minute

Was der Kaiser mit diesem kleinen Kartenspiel zu tun hat, ist mir auch nach mehrmaligem Studium der Spielregel nicht klar geworden. Schön ist, dass wenigstens ein demokratisches Verständnis zu Grunde liegt, sodass jeder Spieler reihum einmal Kaiser sein darf.

Vielleicht soll der Titel aber auch einfach nur einen Anklang an beliebte Kinderspiele, wie zum Beispiel „Fischer, wie tief ist das Wasser?“ wecken, womit auch schon ein Hinweis auf die Art des Spieles gegeben wäre, Gruppenspiel ohne Material. Aber wozu dann die Karten? Sehen wir uns das Spiel mal näher an.

Die 60 Karten teilen sich in 30 Schrittkarten, die alle gleich aussehen, und 30 Zielkarten (Vorderseite Farben oder Motive, Rückseite Buchstaben). Die Schrittkarten werden gemischt und doppelt so viele Schrittkarten wie Spieler am Spiel teilnehmen zu einem Kreis offen ausgelegt. Anschließend werden die Zielkarten gemischt und so viele Zielkarten wie Schrittkarten ausliegen offen (mit Farbe oder Motiv nach oben) in die Kreismitte gelegt.

Der Spieler, der am Zug ist, fragt seinen linken Nachbarn: „Kaiser wie viel Schritte gibst du mir?“ Der Kaiser wählt eine Schrittkarte aus der Auslage und reicht sie dem Schrittmacher. Dieser überlegt sich nun, welches Ziel er mit der auf der Karte angegebenen Schrittzahl erreichen kann, und nimmt sich eine entsprechende Zielkarte. Nun sucht er sich einen Startpunkt und versucht von dort aus das Ziel in gerade Linie mit der geforderten Schrittzahl zu erreichen (die Schritte müssen dabei natürlich möglichst gleich lang sein). Gelingt ihm dies, so darf er die beiden Karten als Siegpunktkarten an sich nehmen. Gelingt es nicht, so hat er noch einen zweiten Versuch, bei dessen Gelingen er eine Karte als Siegpunktkarte erhält. Schlägt auch dieser Versuch fehl, gibt es keine Karte. Nachdem jeder Spieler zwei mal Kaiser war, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten ist Sieger. Als Variation kann der Kaiser auch eine Zielkarte auswählen und der Schrittmacher muss dann sagen, mit wie vielen Schritten er meint, das Ziel erreichen zu können.

Außer für die Siegpunkte sind die Karten in diesem Spiel nicht wirklich notwendig. In vielen Fällen sind sie sogar eher hinderlich. Wird zum Beispiel im Freien gespielt, was laut Anleitung auch vorgesehen ist, so sind eigentlich nur die Farbkarten oder die Buchstabenrückseite brauchbar, aber auch im Raum sind oft Ziele abgebildet, die in dem Raum in dem man gerade spielt, nicht vorhanden sind. Die Spielidee ist gut, die Kinder haben sie gerne aufgegriffen, ob man extra Kartenmaterial dazu benutzen will, muss jeder selbst entscheiden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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