Kampf um Macragge

ein Spiele-Artikel von Tanja Weber - 31.12.2004
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Das Imperium: An der Spitze steht der Imperator. Sein verwesender Körper wird künstlich am Leben erhalten. Sein starker Arm, um die unzähligen Welten mit menschlicher Zivilisation zu beherrschen und vor Gefahr von außen zu beschützen, sind die Space Marines. Genetisch verbesserte und im Bottich gezüchtete Elitekrieger, die in verschiedenen Orden organisiert sind und dem Imperator absolut treu dienen. Jeder von ihnen besitzt eine Drüse, in der sich das spezielle Erbgut befindet, dass wichtig ist, um eventuell einen Nachfolger heranzuzüchten. Für das Imperium ist es deshalb wichtig, dieses Erbgut der gefallenen Marines zu bergen.

Neben zahlreichen anderen Bedrohungen, dem das Imperium ausgesetzt ist, taucht etwas Neuartiges auf. Eine Rasse aus in einem einzigen Schwarmbewusstsein zusammengesetzten Wesen. Nach dem Planeten, auf dem sie das erste Mal Kontakt mit der Menschheit hatten, werden sie Tyraniden genannt. Ihre Schiffe und Waffen bestehen aus Biomaterial und sie ziehen eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Die Planeten, die ihre Bahnen kreuzen, werden bis aufs letzte ausgeplündert, sämtliches Biomaterial wird eingesaugt, bis nur noch ein Klumpen Fels übrig bleibt.

Das alles spielt in der Welt von Warhammer 40.000 weit in der Zukunft. Die Box Kampf um Macragge ist speziell für Einsteiger des Tabletop-Systems gedacht und soll einen leichten Einstig ermöglichen. Grundsätzlich ist alles Notwendige in der Spielbox enthalten. Die Kampagne ist für zwei Spieler gedacht, die sich zwischen Space Marines und Tyraniden entscheiden können. Langjährige Spieler werden feststellen, dass einige Ereignisse aus der Vergangenheit aufgegriffen werden, um eine spannende Kampagne zu entwickeln, die sehr gut geeignet ist, neue Fans zu gewinnen.

Ein Schiff ist auf den Planeten Macragge abgestürzt und Leutnant Varras, als einziger Überlebender, versucht das so wertvolle Erbgut anderer Space Marines vor den Tyraniden zu schützen. Die Kampagne ist so aufgebaut, dass die Spieler von Szenario zu Szenario mehr und mehr Figuren nutzen und die Regeln schrittweise lernen können. Auch unterscheidet sich die Kampagne von den sonst üblichen Schlachten, die teilweise auch mehrere Stunden dauern können, darin, dass die einzelnen Szenarien nur etwa eine Stunde Spielzeit benötigen. Anfänger des Tabletops werden also nicht überfordert, sondern können sich allmählich an die Spielmechanismen gewöhnen.

Die enthaltenen Spielfiguren, die ein wenig anders aussehen, als die Standartfiguren, können einfach zusammengebaut werden. Bei intensiveren Gebrauch ist es immer noch empfehlenswert, sie mit den im Handel üblichen Kleber zu stabilisieren, aber für das erste Testspiel sollte das nicht nötig sein. Das einzige, was man sich zu der Box zusätzlich anschaffen müsste, wären Pinsel und Farben zum Bemalen. Neben den Geländeteilen mit dem abgestürzten Raumschiff und den Figuren sind alle weiteren Materialien wie Würfel, Maßstäbe, Begleitheft enthalten. Besonders erwähnenswert ist das Regelheft, das neben sämtlichen Grundregeln einen kleinen Einblick in die Welt von Warhammer 40.000 enthält. Im Gegensatz zu dem üblichen Regelwerk ist es besonders handlich, ohne auf wichtige Details zu verzichten. Das Konzept von Kampf um Macragge verspricht, viele neue Tabletop-Spieler zu begeistern, und geht voll und ganz auf.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Altersangabe: 
12
Fotos
Kampf um Macragge von Games Workshop