Kariba

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 12.03.2011
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Kariba von Goliath Toys
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Tiere Afrikas sind durstig. Deshalb treffen sie sich am Kariba-See um ihren Durst zu löschen. Doch dort ist nicht genug Platz für alle, und die großen Tiere versuchen, die kleineren wegzudrängen.

Soviel zur Spielidee. Als ich den Schachteldeckel öffnete dachte ich allerdings erst einmal: „ Was um alles in der Welt ist das denn?!“ Der stachelige Spielplan sieht auf den ersten Blick doch etwas abschreckend aus. Aber bloß nicht einschüchtern lassen! Spielbrett auf den Tisch, Karten gut durchmischen und schon kann‘s losgehen. Jeder Spieler bekommt fünf Karten, die restlichen Karten werden in die Halterung in der Mitte des Spielbretts gelegt.  Auf dem Spielplan sind die Zahlen von eins bis neun gedruckt. Der Spieler, der am Zug ist, kann eine oder auch mehrere Karten einer Tierart an die entsprechende Stelle des Wasserlochs (Spielplans) stecken. Befinden sich danach mindestens drei Tiere dieser Tierart am Wasserloch, verjagen sie die nächst kleineren Tiere, und der Spieler nimmt sich die entsprechenden Karten. Steckt also zum Beispiel ein Spieler den dritten Löwen an Position sechs, so bekommt er alle Zebras, die bereits an Position fünf stecken, auch wenn es mehr als drei Zebrakarten sind. Die gewonnenen Karten legt der Spieler vor sich ab und zieht so viel Karten vom Stapel nach, bis er wieder fünf Handkarten besitzt. Anschließend ist der nächste Spieler am Zug. Sobald der Kartenstapel aufgebraucht und es einem Spieler gelungen, ist alle seine Handkarten loszuwerden, endet das Spiel. Wer die meisten Tierkarten ergattert hat, gewinnt.

Kariba ist ein Spiel, bei dem man am besten einfach anfängt und beim Spielen erklärt. Nach der ersten Runde sind alle Unklarheiten beseitigt, und die Kinder schreien vergnügt nach einer zweiten und dritten Partie. Erwachsene neigen immer sehr zum Rationalisieren. Braucht man den Spielplan, oder hätten nicht die Karten ausgereicht? Sicherlich könnte man die Karten auch einfach nur im Kreis auslegen, aber Kinder mögen solche Gadgets nun einmal. Außerdem trägt der Spielplan in diesem Fall dazu bei, dass die Karten nicht durcheinander fliegen und man die Übersicht behält. Ich hatte zwar anfangs Bedenken, dass die Karten knicken, wenn man sie an den Spielplan steckt, aber bis jetzt sind sie in tadellosem Zustand. Die Karten sind nett gestaltet, nicht allzu groß und dadurch auch für kleine Kinder gut zu handhaben. Lediglich die Zahl ist auf der falschen Seite, wenn man sie in der Hand auffächert, aber das können die Kleinen meist eh nicht. Alles in allem ist Kariba ein nettes Kartenspiel, das die Kinder gern spielen, und darauf kommt es ja schließlich bei einem Kinderspiel an.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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