Kecke Schnecke

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 07.10.2008
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Kecke Schnecke von Nürnberger Spielkartenverlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wem gelingt es alle Schneckenhäuser zu besetzen und mit Salat die Schnecken zu locken? Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler zwei Salate und sechs Schneckenhäuser. Je nach Anzahl der
Spieler kommen überzählige Salate und Schneckenhäuser aus dem Spiel. Die restlichen Karten werden gemischt und verdeckt zum Stapel ausgelegt. Der Spieler am Zug deckt die oberste Karte auf und bildet einen neuen Abwurfstapel. Jetzt sind alle Spieler gefragt. Gleichzeitig dürfen passende Handkarten ausgespielt werden.

Der Spieler, der zuerst einen Salat ausspielt, erhält alle Karten des aufgedeckten Abwurfstapels. Die Salatkarte kann jederzeit gespielt werden und die gewonnenen Karten werden beiseite gelegt. Bei einer Sonnenkarte kommen alle Schnecken vom Abwurfstapel aus dem Spiel. Weiter geht es mit der nächsten Karte. Aufgedeckt wieder reihum. Bei einer Schnecke ohne Haus versuchen alle Spieler, ein passendes Haus abzulegen. Das zuerst abgelegte Haus zählt. Die Spieler, die langsamer waren, müssen ihre Karte zurück nehmen. Wird aus Versehen eine falsche Handkarte abgelegt, obwohl man im Besitz der richtigen Karte ist, oder ein Schneckenhaus auf eine Schnecke mit Haus gelegt, muss der Spieler in der nächsten Runde aussetzen. Besonders sinnvoll ist es, Turboschnecken mit Salat zu fangen, weil diese extra viele Punkte bringen. Nacktschnecken bringen Minuspunkte und sollten möglichst nich gesammelt werden.

Eine Runde endet, wenn der Kartennachzugstapel aufgebraucht ist. Es erfolgt eine Wertung.
Bei den gewonnenen Karten werden die Salate und Schneckenhäuser zur Seite gelegt, da es für sie keine Punkte gibt. Bei den Schnecken werden die aufgedruckten Werte addiert, nur die Nacktschnecken bringen je zwei Minuspunkte. Schneckenhäuser auf der Hand bringen fünf Minuspunkte und Salate immerhin noch drei Punkte Minus. Die Punkte werden verrechnet und notiert. Es werden so viele Runden gespielt, wie Spieler teilnehmen. Am Ende ist der Spieler mit den meisten Punkten Sieger.

Spielvariante Schnecken necken. Jeder Spieler erhält sechs Schneckenhäuser, die er offen vor sich ablegt. Pro Spieler werden sechs Schnecken ohne Haus herausgesucht und mit den restlichen Karten gemischt. Salate, Nackt- und Turboschneckenkarten werden aussortiert.

Der erste Spieler schiebt eine seiner ausliegenden Hauskarte nach vorne. Er deckt eine verdeckte Karte auf. Findet er eine mit einem Haus in der Farbe, nimmt er die Karte an sich. Findet er eine ohne Haus in der gesuchten Farbe, legt er sein Haus darauf und nimmt beide Karten an sich. Die Karten werden zum Gewinnstapel zusammengelegt. Der nächste Spieler ist an der Reihe. Deckt er eine andersfarbige Schnecke auf, bleibt diese offen liegen. Befinden sich am Ende des Zuges drei offen liegende Schnecken auf dem Tisch, endet der Zug. Ebenso, wenn eine Sonne aufgedeckt wird. Vor Beginn des Zuges kann man auch ein Schneckenhaus mit einem Mitspieler tauschen.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler zu jedem seiner Häuser eine Schnecke besitzt oder die vierte Sonne aufgedeckt wurde. Der Spieler mit den meisten Schnecken, gewinnt das Spiel. Bei dieser Version kann man zusätzlich noch die Nacktschneckenkarten einsetzen. Sobald alle Sonnen und Nacktschnecken aufgedeckt sind, endet das Spiel.

Fazit. Kecke Schnecke ist ein turbulentes Kartenspiel, bei dem immer alle Spieler hellwach sein müssen. Die Aufmachung kommt bunt und lustig daher. Während sich die zweite Variante Schnecken necken eher für jüngere Kinder eignet, wird die erste Variante auch älteren Kindern gerecht. Hier gilt es, erste taktische Überlegungen anzustellen, um möglichst gut abzuschneiden und letztlich auch noch schnell genug zu reagieren. Wehe dem, der die falsche Karte zieht. Richtig Spielspaß kommt aber nur bei der ersten Variante auf und nur mit mehreren Spielern. Bei zwei Leuten wird es schnell ein abwechselndes Ablegespiel. Überzeugen kann Kecke Schnecke insgesamt nur durch die kurze Spieldauer und begeistert eher jüngere Spieler, die nicht allzu viel Wert auf Taktik legen, sondern sich für lockere Kartenspiele interessieren.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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