Kikerikimäh!?

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 16.10.2012
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Kikerikimäh von Adlung Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Was steckt hinter diesem Spiel mit diesem witzigen Namen in einer unscheinbaren Verpackung? Bei Kikerikimäh!? handelt es sich um ein Interaktions- und Kommunikationskartenspiel, bei dem die Spieler  in Bewegung kommen, Tiere malen, beschreiben oder ein Geräusch des Tieres nachmachen müssen. Vor Spielbeginn ist es ratsam, besonders wenn man mit Kindern spielt, einmal alle Aufgabenkarten durchzugehen und Begriffe wie z. B. Eigenart oder Oberfläche eines Tieres zu klären.

Die insgesamt 56 Tierkarten werden gemischt und verdeckt an die Spieler verteilt. Jeder Spieler darf seine Tierkarten auf doppelte Tiere kontrollieren und diese ggf. zur Seite legen. Anschließend legen die Spieler ihre Karten verdeckt vor sich ab. Die zehn Aufgabenkarten von Kikerikimäh!? werden gemischt und als Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt. Der erste Spieler deckt die oberste Aufgabenkarte auf und sagt, was er zu tun hat. Jede Karte ist mit einer Nummer versehen, sodass in der Anleitung die Anweisung nachgelesen werden kann, was durchaus hilfreich ist, um die Karte zu verstehen. Er deckt seine oberste Tierkarte so auf, dass nur er sie sehen kann und führt die Aufgabe aus. Jeder Spieler sucht aus seinem Kartenstapel das Tier, welches er meint erkannt zu haben und legt die Karte verdeckt vor sich ab. Nun werden die Karten aufgedeckt und mit dem Spieler verglichen. Hat es ein Spieler geschafft, dürfen beide ihre Karten aus dem Spiel nehmen. Auch wenn zwei Spieler das gleiche Tier vor sich liegen haben, auch wenn es nicht das gesuchte ist, wird das Pärchen aus dem Spiel genommen. Nicht immer gelingt es, das gesuchte Tier exakt zu beschreiben. Gerade für jüngere Kinder ist dies schwierig. Die restlichen Karten werden von den Spielern wieder unter ihren Stapel gelegt. Der linke Nachbar ist nun an der Reihe und deckt wiederum eine Aufgabenkarte auf und seine Tierkarte. Die Spieler geben wieder ihren Tipp ab. Kikerikimäh!? endet, sobald ein oder mehrere Spieler keine Tierkarten mehr vor sich liegen haben. Sie haben das Kartenspiel gewonnen.

Eine weitere Variante für zwei Spieler rundet das Spiel ab. Die zwei Spieler spielen kooperativ versuchen so wenig Minuspunkte, wie möglich zu erhalten. Die Tiere werden verteilt und verdeckt vor sich abgelegt. Der Ablauf gleicht dem Grundspiel von Kikerikimäh!?, nur dass falsche Tierpaare zu Minuspunkten führen und wieder in den Stapel gemischt werden.

Das Kartenspiel ist durchaus anspruchsvoll, denn selbst Erwachsene dürften bei einer Aufgabe wie z. B. "beschreibe eine Eigenart der Qualle" ins Straucheln geraten. Auch die Ansicht der Aufgabenkarte ist auf den ersten Blick nicht eindeutig, sodass die Übersicht in der Anleitung hilft. Sollten aber die Begrifflichkeiten vorab geklärt sein, spielt sich Kikerikimäh!? leichter. Insgesamt ist es gut geeignet, um Kindern Tierwissen zu vermitteln oder über die Tiere allgemein ins Gespräch zu kommen. Durch die unterschiedlichen Aufgaben ist Kikerikimäh!? recht abwechslungsreich und bringt Spaß beim Ausführen. Rein optisch hätte es ruhig etwas farbenfroher sein dürfen. Kikerikimäh?! fördert die Motorik und die Kommunikationsfähigkeit von Kindern und ist eher für ältere Grundschulkinder geeignet.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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