King John

eine Spielerezension von Eva Timme - 24.09.2017
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King John - Foto von Piatnik
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Zum Schuljahrsbeginn habe ich mich gefreut, ein Spiel zu finden, was sich super eignet, um kurzweilig zählen und rechnen zu üben. Der alte König John feiert gerne und freut sich über seine Gäste, Burgherr, Burgherrin, Ritter und Burgfräulein. Allerdings benötigt er Hilfe, wenn es darum geht, zu zählen, wie viele geladene Gäste gekommen sind, denn er sieht schlecht. Das ist Hintergrund des Gesellschaftsspiels King John von Wolfgang Dirscherl (Piatnik).

Wie wird King John gespielt?

22 Lösungskärtchen werden offen in der Tischmitte ausgelegt. Je Charakter gibt es Plättchen mit den Werten 1 - 5. Zusätzlich gibt es ein „Null“ und ein „Sechs plus“-Plättchen. Die vier Spielfiguren werden aufgestellt. Die Spieler sollten alle Lösungsplättchen und Spielfiguren gut erreichen können. Der Würfel zeigt, welcher Gast gerade gesucht wird und gezählt werden muss. Wenn zum Beispiel der Burgherr gesucht ist, so zählen und rechnen alle so schnell wie möglich alle Burgherren zusammen, die auf drei aufgedeckten Gästekarten abgebildet sind. Wer die Lösung hat, schnappt sich eine Lösungskarte mit der richtigen Anzahl Burgherren. Sind keine zu sehen, so ist der Spieler vorn, der sich das Plättchen mit der „Null“ schnappt. Sind es mehr als Sechs, so versuchen alle das Plättchen „Sechs Plus“ zu bekommen. 

Anpassungsversuch bei King John

Schnelles Rechnen, schnelles Reagieren und Konzentration sind gefragt. In der Regel wird vorgeschlagen, die Schwierigkeit durch die Anzahl der Karten anzupassen. Also 2, 3 oder 4 Karten auszulegen. Damit kein Frust entsteht, wenn die Eltern schneller rechnen als die Kinder, haben wir die Regel folgendermaßen angepasst: Die kleineren Kinder mussten zwei Karten rechnen, die größeren drei Karten und die Erwachsenen vier Karten. Dadurch gibt es natürlich unterschiedliche Lösungen, die einzeln kontrolliert werden. So ist der Stressfaktor Geschwindigkeit deutlich geringer und das Rechnen steht im Vordergrund. 

Zwei Seiten des Würfels zeigen jeweils ein „Plus“ und ein „Minus“. Wird eines dieser Rechensymbole gewürfelt, so ist die Aufgabe, die meisten oder die wenigsten Personen auf allen aufgedeckten Gästekarten zu ermitteln. Auch diese Regel ermöglicht es, den Schwierigkeitsgrad für die einzelnen Mitspieler anzupassen. Schnelle Rechner haben die Aufgabe vier Gästekarten zu beachten, ungeübte Rechenkünstler nur zwei oder drei Aufgabenkarten. So sind die Chancen deutlich besser verteilt, denn das wichtigste bleibt der Spaß an diesem Kinderspiel. Es soll ja eben Spiel und nicht Schule sein.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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