Knaster

eine Spielerezension von Steffi Münzer - 07.08.2019
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Knaster - Ausschnitt - Foto von NSV
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Man sieht es ja derzeit im Kino: Je erfolgreicher die Marke, desto mehr Prequels, Sequels und Spin-offs fluten die Leinwand. Das dachte sich - vielleicht - auch der Nürnberger-Spielkarten-Verlag und bringt zwei Jahre nach dem Würfelspiel Knister den Nachfolger Knaster in den Handel. Das kurzweilige Spiel ist für bis zu 12 Spielende ab 8 Jahren geeignet. Ob es diese Fortsetzung braucht oder nicht, lest ihr hier. 

Wie wird Knaster gespielt?

Jeder Spielende erhält einen Zettel mit dem aufgedruckten 5x5-Raster. Ziel des Spiel ist es, die meisten Punkte zu bekommen. Um diese zu generieren, werden zwei Würfel geworfen und die Summe von allen gleichzeitig in das Raster eingetragen. Dann wird wieder gewürfelt. Die Zahlen werden optimalerweise so eingetragen, dass in den entstehenden Reihen, Spalten und Diagonalen spezielle Zahlenkombinationen zusammen kommen:

  • Drillinge
  • Vierlinge
  • Fünflinge
  • Zwei Paare
  • Full Hause (Zwilling + Drilling)
  • Straße (aufeinanderfolgende Zahlen)

Ist eine Reihe erfolgreich abgeschlossen, dürfen einige der Zahlen umkreist werden (bei einem Dreier darf eine Ziffer umkreist werden, bei einer Straße sogar drei Ziffern). Wird eine Zahl erneut geworfen, darf man diese an anderer Stelle erneut eintragen oder eine vorhandene Zahl umkreisen.

Kreise?

Am Rande des Rasters finden sich weitere Zahlen. Diese werden nur in der Schlussrechnung abgerechnet, wenn alle fünf Ziffern in der dazugehörigen Reihe umkringelt sind. Klingt kompliziert, erklärt sich bei den ersten Spielrunden aber sofort. Hat ein Spielender alle Kästchen ausgefüllt, wird noch einmal gewürfelt und dann ausgezählt. Die Siegpunkte am Rand plus alle eingekreisten Zahlen ergeben das Gesamtergebnis. 

Würfelspiel Knaster, Foto: Steffi Münzer

Wie gut ist Knaster?

Das Spiel ist schnell erklärt, wenn man es von jemandem vorgeführt bekommt. Die Spieleanleitung ist zwar nicht schlecht, aber es brauchte zumindest in unserer ersten Testrunde das richtige Spielen, bevor das Prinzip klar war. Alle haben die gleichen Chancen, denn alle müssen mit den gleichen Zahlen arbeiten. Doch ein bisschen Stategie und Glück sind ebenfalls im Spiel. Kringele ich die seltene 12 ein oder hoffe ich auf einen Drilling? Schreibe ich meine Straße in die Diagonale oder lieber in die linke Senkrechte? Kann bitte mal jemand die Acht würfeln? Je größer die Runde, desto mehr Spaß macht es. Natürlich kann man auch alleine spielen und auf die größtmögliche Summe trainieren, das gemeinsame Konkurrieren um die beste Stategie macht allerdings sehr viel mehr Spaß. Der einzelne Spieleblock leert sich allerdings schnell, ein weiterer Reserve-Block hätte in der Verpackung sicher auch Platz gehabt. Dafür liegen vier kleine Bleistifte mit Radiergummi bei. 

Das kleine Spiel eignet sich gut für Gelegenheitsspieler, für Familien, für die Reise, für große Spielegruppen und kurzweilige Unterhaltung. Obwohl kurzweilig? Ach, eine Runde geht noch.

Knister, Knaster, Knøster?

Knister habe ich erst ausprobiert, nachdem ich Knaster gestestet habe. Aus meiner Sicht wirkt der Vorgänger im Vergleich langweilig. Prinzip und Look natürlich ähnlich, Einkringeln und Siegpunkte sind jedoch neu. Wem Knister gefällt, der bekommt mit Knaster mehr Komplexität. Wer Knister noch nicht hat, dem rate ich zu Knaster. Und wer weiß, vielleicht erwartet uns 2021 ja Knøster?

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
1-12
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2019
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Fotos
Würfelspiel Knaster, Foto: Steffi Münzer
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