Kofferdetektive

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 10.10.2008
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Kofferdetektive von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Leo Langfinger ist ein berüchtigter Taschendieb und konnte bisher noch nicht gefasst werden. Gerade eben hat er wieder zugeschlagen. Doch was fehlt?

Vor den Spielern liegt nicht irgendeine Spielschachtel, nein, es ist ein Koffer. Vorsichtig schauen sie herein und finden den Spielplan, der eher nebensächlich ist. Bevor es los geht mit der Spurensuche, werden acht Gegenstände von den wertvollen Sachen im Koffer ausgesucht und in das Geheimfach des Koffers gelegt. Die restlichen Sachen kommen aus dem Spiel zusammen mit den fünf Karten, auf denen die Gegenstände zu sehen sind.

Jeder Spieler stellt nun einen Spielstein auf das Startfeld und erhält die restlichen Karten mit den Gegenständen auf die Hand. Einer der Spieler ist zuerst Leo und öffnet vorsichtig das Geheimfach mit den wertvollen Gegenständen. Jetzt klaut er schnell zwei Sachen und lässt sie in einem Sack verschwinden, während die Mitspieler die Augen schließen.

Augen auf und was war das? Leo hat aus diesem Koffer etwas gestohlen und die Spieler müssen nun erraten, was es war. Leo öffnet den Koffer und dreht eine Sanduhr um. Durch eine Folie kann man nur ganz verschwommen in das Geheimfach sehen. Zudem liegen die Gegenstände oft übereinander. Also müssen die Spieler raten und die entsprechenden zwei Karten mit den Gegenständen verdeckt vor sich ablegen.

Ist die Zeit abgelaufen, schließt Leo den Koffer wieder. Alle Spieler drehen jetzt gleichzeitig ihre Karten um. Was hat Leo geklaut? Er öffnet seinen Beutel und holt die zwei Gegenstände heraus. Für jeden richtigen Gegenstand darf der Spieler mit seinem Spielstein ein Feld vorrücken. Die Gegenstände kommen wieder in den Koffer. Der nächste Spieler ist Leo Langfinger. Je nach Spieleranzahl spielt man zwei oder drei Runden. Der Spieler, der am häufigsten Leo überführt hat und somit die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Kofferdetektive ist ein tolles Detektivspiel, dessen Verpackung gleichzeitig das Spiel selbst darstellt. Man muss genau schauen und sich alles gut merken, damit man eine Chance hat, den Langfinger zu überlisten. Das Spiel fördert daher auch die Konzentration und Merkfähigkeit. Bei jüngeren Spielern ist es wichtig, den Koffer so zu schütteln, dass die Sachen sich möglichst gut verteilen und die Kinder sie gut erkennen können, ältere Kinder dürfen ruhig etwas mehr raten und man kann die Teile weiter zusammenlegen. Die verschiedenen Gegenstände, die nicht immer alle genutzt werden, bringen Abwechslung ins Spiel. Schön ist auch, dass immer alle Spieler gefragt sind, so wird das Spiel nicht langweilig für wartende Kinder. Insgesamt ein tolles Familienspiel, das besonders für jüngere Kinder spannend ist.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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