Das Schwarze Auge: Kreise der Verdammnis

ein Spiele-Artikel von Tobias Böhm - 31.03.2004
Das Schwarze Auge: Kreise der Verdammnis
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der Abenteuerband Kreise der Verdammnis bietet insgesamt vier hintereinander spielbare Abenteuer an, wobei jedes auch einzeln gespielt werden kann, was aber nicht zu empfehlen ist.Kreise der Verdammnis richtet sich an eine Spielergruppe die gerne - das Böse - sabotieren möchten und geheime Aufträge ausführen, die hier zum Sieg der Krieger im Norden Tobriens führen sollen.Doch dazu müssen die Helden bis in die dunkelsten Orte reisen. Die Spielergruppe wird es dabei am einfachsten haben, wenn sie einen Dieb oder jemanden, der sich sehr gut in der Wildnis auskennt, dabei hat.

Im Gegensatz zu Schwarze Splitter werden diese vier Abenteuer doch um einiges schwerer werden, da man dieses Mal nicht nur auskundschaften und beobachten soll, sondern dem Heptarchen militärische Schläge verpassen muss, die so wichtig sind, dass ohne das Gelingen der Aufträge die Krieger Tobriens keine Chance auf einen Sieg hätten.

"Die Stadt der Tausend Augen" führt die Spieler nach Transysilien. Mitten in Gareth angekommen beginnt das Abenteuer sehr eindrucksvoll, und die Spieler haben alle Hände voll zu tun, um die Bewohner vom Dämonenkaiser Galotta zu befreien. In der Zeit wird Gareth zu einer reinen Alptraumstadt. Später dann führt es die Helden in die Reichshauptstadt Yol-Ghurmak, die der Dämonenkaiser für sich hat bauen lassen.

Das ganze Aussehen der Stadt wird in Kreise der Verdammnis wunderbar dargestellt und man kann sich vorstellen, wie alptraumhaft und dunkel die ganze Stadt wirken muss, vor allem da sich dort einiges an Dunklen Wesen aufhält ...

In "Das Letzte Banner" sollen die Spieler im Auftrag von Herzog Bernfied in das Reich des untoten Drachen Rhazzazor Reisen, um mit Hilfe eines verfluchten Artefaktes die untoten Armeen des Drachen, die sich täglich vergrößern, zu vernichten. In diesem Abenteuer ist es von größter Wichtigkeit für die Helden, nicht erkannt zu werden und sich nicht zu erkennen zu geben.

In "Das Alveranskommando" reisen die Spieler nach Lorgolosch, wo sie die Saljethstele, ein Artefakt der Ingerimms-Kirche suchen müssen, um diese über die Blutigen Seen nach Vallusa zu bringen. Doch das ist nicht so einfach, vor allem da die Blutigen Seen zwischen Fund und Bestimmungsort liegen. Und die Seen haben es in sich.

Falls ein oder mehrere Spieler dabei sind, die bereits Brogars Blut gespielt haben, werden diese es einfacher haben und einige bekannte Angroschim treffen, von denen sie nach Leibeskräften unterstützt werden.

Beginnt das Abenteuer "In Perlbeißer" sehr im Geheimen, steigert es sich gegen Ende zu einer wahren Riesenschlacht auf. Die Helden müssen den Kriegern aus Tobrien einen Schlachtvorteil verschaffen. Ohne diesen Vorteil stehen die Gewinnchancen in der Schlacht gleich null. Helden, die sich in Kriegstaktiken verstehen, werden es um einiges einfacher haben, da die gesamte Abenteuergruppe eine Lanze der Kaiserlichen Krieger anführen dürfen.

Die Kreise der Verdammnis sind insgesamt sehr dunkel, gruselig und (un-) heimlich gehalten. Helden, die schnell an Paranoia leiden, werden hier die geringsten Überlebenschancen haben. Auch Ritter, oder Geweihte stehen vor Problemen, denn sie müssen von ihren Idealen los lassen, um in den Abenteuern zu bestehen. Helden die sich auf Heimlichkeit und ähnliche Sachen spezialisiert haben, dürften dagegen das ganze Abenteuer über glänzen und sind für ihre Gruppe mehr als nur unentbehrlich - sie sind lebenswichtig.

Mir persönlich, hat das finstere Ambiente des Abenteuers sehr gut gefallen, und ich empfehle diesen Abenteuerband, besonders wen man Schwarze Splitter gespielt hat und eine neue Herausforderung sucht.

Überhaupt nicht gelungen ist dagegen die Karte von Tobrien. Sie ist schlecht zu entziffern. Genau bei solchen Dingen muss man sich Mühe geben, um die Farbkarten ins Schwarzweise zu transferieren.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersangabe: 
14