Landlord

eine Spielerezension von Ralf Schallert - 31.03.2008
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Landlord von Noris Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Zwei Gutsbesitzer, sogenannte Landlords, wollen darum wetteifern, wer am schnellsten das meiste Land umschreiten kann. Das klingt spannend, taktisch und ist im Mittelalter angesiedelt, also gemeinhin sehr schöne Ausgangspunkte für das Spiel.

Was einem aus der Schachtel entgegen fällt, ist ein riesiges rundes, abstrakt gehaltenes, schwarzes Spielbrett aus Kunststoff, in das bewegliche Stege in einem gleichmäßigen Raster eingelassen sind. Dazu zwei Kunststofffiguren, die entfernt an Ritter erinnern sollen, und einige zweifarbige Dreiecke aus Kunststoff, mit welchen man umschrittene Gebiete mit der eigenen Farbe kennzeichnen kann. Die Regel steht leider nur in rudimentärer Form illustriert mit einigen Fotos auf der Rückseite der Schachtel.

Gezogen wird ausgehend von festgelegten Startpunkten abwechselnd, dabei können die Landlords auch mehrere hintereinander liegende Wege nutzen. Benutze Wege werden markiert, indem der Steg mechanisch nach unten gedrückt wird. Diese so gekennzeichneten Wege dürfen nicht wieder benutzt werden. Weiterhin sind die Standorte der Landlords für den anderen Spieler tabu und dürfen nicht überquert werden.

Umschrittene Flächen werden mit den Dreiecken in der jeweiligen Spielerfarbe gekennzeichnet und derjenige Spieler der zum Schluss die meisten Flächen sein eigen nennen kann, hat gewonnen. Für ein neues Spiel können mittels eines Mechanismus an der Unterseite des Spielbrettes, die Stege wieder nach oben gedrückt werden.

Soweit die graue Theorie, doch wie funktioniert das Spiel in der Praxis? Kurze Antwort: Gar nicht! Durch den unerklärlichen Verzicht des Verlages auf eine ausführliche und ausreichend bebilderte Spielregel stehen beide Spieler permanent vor Regellücken, sodass im schlechtesten Fall das Spiel nach nur zwei Zügen abgebrochen werden muss. Ansonsten versucht man uninspiriert und krampfhaft mit selbstgestrickten Hausregeln den Spielspaß zu finden. Allein, er lässt sich nicht blicken und so geht auch bei den gewilltesten Spielern die Motivation recht schnell gegen null und das Spiel verschwindet auf Nimmer Wiedersehen in der Ecke. Dabei waren doch alle Zutaten für ein kurzweiliges nettes Spiel vorhanden. So aber gibt es leider nur ein Fazit: Finger weg!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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