Lauras erste Übernachtung

eine Spielerezension von Riemi - 30.09.2007
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Lauras erste Übernachtung von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Lauras Stern Episode XX – ein neuer Versuch die Welt mit Spielen zu erobern, die nur ein Thema kennen – Laura! Diesmal ist Laura und ihr Stern zu Besuch bei der Tante von ihrer Freundin Sophie (hat die nicht einen Hasen?). Als die Sicherung am Abend durchknallt, ist es im Haus doch recht dunkel und die Kinder bekommen es mit der Angst zu tun. Aus eigener Erfahrung kennt fast jeder diesen Effekt, wenn man im Dunkeln lang genug auf einen Schatten schaut, fängt er an sich zu bewegen. Sockenmonster, lebende Staubsauger und Gespenster (liebe Kinder, diese Sachen gibt es nicht – hat es nie gegeben) tragen ebenfalls zur Unsicherheit bei. Lauras erste Übernachtung möchte diesen Kindern die Angst vor der Dunkelheit ein Stück nehmen.

Ein Aha-Erlebnis der besonderen Art, erlebt man schon beim Lüften des Deckels. Wo sonst der Blick in öde graue Kartonlandschaft fällt, erlebt das Auge eine wohltuende Überraschung. Eine Dünenlandschaft bei Sternenklarer Nacht, erwartet keiner in einem Deckel. So was wünscht man sich öfters! Wer schon mal ein so genanntes Taschenlampenbuch zur Hand genommen hat, kann sich jetzt schon vorstellen, wie Lauras erste Übernachtung gespielt wird. Über einem schwarzen Untergrund wird eine Folie gelegt, zu erahnen ist ein Blick aus der Vogelperspektive, in eine Etage von einem Einfamilienhaus. Darüber kommt ein Rahmen mit der Grundmauer. Durch kleine Pfosten in den Ecken, über die die Folie und der Rahmen kommen, kann selbst bei hektischen Bewegungen nichts verrutschen. Für etwas Hektik sorgt eine Sanduhr, mit Füllmaterial für dreißig Sekunden. Bewegt wird Laura und ihr Stern mit einem Stab, die beiden befinden sich an dessen Ende, in einem weißer Kreis. Der Effekt besteht darin, dass es wirklich so aussieht, als wenn der Stern den Weg leuchtet. Zu jeder der drei Etagen gibt es Gegenstände, die gesucht werden müssen. In einem Keller sind halt andere Sachen zu finden, als wenn man sich im Erdgeschoss aufhält. Da sich das Spiel in der Dunkelheit abspielt, werden die gesuchten Sachen umgedreht. Drei Gegenstände liegen vorne, die anderen als Schlange dahinter aufgebaut. Bügeleisen, Blumenvase oder Lampenschirme sind so als Schatten zu sehen. Die Sanduhr wird umgedreht und schon begibt sich Laura auf die Suche nach den Gegenstände im Dunkel. Die anderen Spieler passen auf, dass sich Laura nicht an einem Möbelstück oder an einer Wand stößt. Sollte das passieren, ist der Spielzug beendet und der nächste Spieler darf sich versuchen. Wenn aber der vermeintliche Gegenstand entdeckt wird, darf nach einem kleinen Spruch umgedreht werden. Sollte Spruch und Gegenstand übereinstimmen, darf der Gegenstand behalten werden. Gewinner ist derjenige, der am Ende die meisten Gegenstände der Dunkelheit entrissen hat. Der Anfangs erwähnte Deckel kann als Sichtschutz gegen die Sonne eingesetzt werden.

Wenn man sich noch was wünschen dürfte, wäre das eine zweite Sanduhr. Meistens waren die Kinder schneller fertig, als die Sanduhr rieseln konnte. Das in einer Spielregel Elterntipps zum gemeinsamen Spiel zu finden sind, ist schon für sich eine Erwähnung wert. Dann zu erleben, wie die Kinder spielen. Der Spruch, mit dem ein Gegenstand benannt wird lautet: „Kleiner Stern, ich zeige dir (zum Beispiel) ein Bügeleisen“ Er wurde so sanft gesprochen, fast so, als würden die Kinder wirklich dem Stern was zeigen wollen. Bei diesem Spiel springt der Funke über. Schön, so etwas zu erleben. Dazu werden noch verschiedene Spielvarianten und weitere Tipps, wie zum Beispiel die Änderung des Schwierigkeitsgrades, in der Regel angeboten. Bleibt nur noch zu sagen: Da haben alle Beteiligten ein schönes Kinderspiel abgeliefert und sich wirklich Gedanken gemacht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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