Magic Maze - Erweiterung: Alarmstufe Rot

eine Spielerezension von Axel Bungart - 21.09.2018
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Magic Maze - Erweiterung: Alarmstufe Rot - Foto von Pegasus Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Nicht mal ein Jahr nach dem Grundspiel Magic Maze (Sit down!) haben sich Autor und Verlag (mit redaktioneller Unterstützung von Pegasus Spiele) nicht lumpen lassen und im Herbst 2017 die Erweiterung Alarmstufe Rot herausgebracht. Das sind neue Herausforderungen in Form von Modulen, die mit Magic Maze kombiniert werden können und daher auch nach dessen Grundregeln gespielt werden.

Was ist neu an Alarmstufe Rot?

13 neue Einkaufzentrumplättchen und diverses Zusatzmaterial, von Wachen über Anti-Stress-Marker bis zu Zauberringen, sollen der Vielfalt im Spielverlauf noch eins draufsetzen und damit die Geduld der Spieler weiter strapazieren.

Hatte man im Grundspiel schon genug damit zu tun, sich (verbal) im Zaum und die Mitspieler wach zu halten, stellen die neuen Materialien zusätzliche Herausforderungen an die Spieler und deren Nerven. Zum Glück sind nicht alle 13 Module der Erweiterung Stressfaktoren. Vielmehr gibt es acht Module, die den Spielern die Aufgaben erleichtern sollen. Nur sechs erhöhen noch die Anforderungen.

Dazu gehören zum Beispiel die Wachen. Ein bis vier Wachen können zusätzlich im Kaufhaus umherirren und verhindern, dass Spieler Kaufhausplättchen betreten können. Zwar können die Spieler die Wachen ebenso versetzen wie ihre eigenen Figuren, doch kostet das Zeit und erhöht das Logistiklevel enorm. Sensoren und Sicherheitstüren verhindern ebenfalls das zu schnelle Entkommen.

Im Gegenzug gibt es Schächte und Wanddurchbrüche, die Lücken und Gänge schaffen, wo vorher kein waren. Aus einem Kontrollraum heraus können einzelne Figuren Einfluss auf Störelemente nehmen und somit den anderen Helden helfen. Doch vorher muss eine Sicherheitstür durch einen Code geöffnet werden.

Wer sich mit dem Grundspiel unterfordert fühlte, wird hier sicher neue Anreize finden.

Wie gut ist die Erweiterung Alarmstufe Rot?

Die Spielregel beschreibt die einzelnen Module recht genau. Ab und an ist die Beschreibung der Plättchen, die verwendet werden sollen, etwas verwirrend. Das liegt vielleicht auch daran, dass man die Module zunächst mal in einer Einführungsrunde spielen kann, um deren Funktion kennenzulernen. Erst dann wird empfohlen, die Module in das komplette Spiel aufzunehmen. Da man alle Module auch bunt miteinander kombinieren kann, empfiehlt sich das für manche Module durchaus.

Die Module, die den Spielern die Aufgabe erleichtern, sind tatsächlich sehr hilfreich. Luftschächte und Durchbrüche machen das Leben besonders leicht, weil deren Anwendung denkbar einfach ist. Etwas kniffliger wird es, wenn das Zaubermodul verwendet werden darf. Aus meiner Sicht verlässt Magic Maze an der Stelle den Rahmen dessen, was zu einem solchen Spiel thematisch passt. Die sehr viel profaneren Anti-Stressmarker, die einem z. B. das Reden erlauben, tun dagegen das ihre, ohne aus dem Rahmen zu fallen.

Mir gefällt Magic Maze sehr gut, weil es alles vermittelt, was dieses neuartige Spielsystem zu vermitteln hat. Es lässt sich soweit ausbauen, dass es keine weiteren Zutaten bräuchte. Alarmstufe Rot hingegen bringt tolle neue Ideen dazu, die sich auch gut ins Spiel einfinden. Für mich ist das aber nicht nötig, zu kleinteilig und – vor allem, wenn Module kombiniert werden – zu unübersichtlich. Daher bin ich mit meinem Urteil zwiegespalten: Ja, wenn man einzelne Module geschickt einbaut. Aber ein klares Nein, wenn es mehr als das sein soll.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1-8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
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