Magic Mirror

eine Spielerezension von Michael Weber - 25.05.2005
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Magic Mirror von Schmidt Spiele
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Vier kleine Würfel müssen so in einen Kasten gesetzt werden, dass daraus an der inneren Unterseite ein Bild entsteht. Das klingt einfach, aber ein genauer Blick offenbart die Schwierigkeit. Denn es gibt insgesamt sechs verschiedenen Bilder, die an den äußeren Würfelseiten und den Innenseiten des Kastens zerstückelt auf das richtige Zusammensetzen warten.

Aber das ist noch nicht alles. Das Innere jeden Würfels ist durch ein diagonal verlaufenden Spiegel geteilt. Das hat den Effekt, dass die Bilder nicht einfach so zusammengesetzt werden können, sondern die einzelnen Abschnitte gespiegelt werden müssen. Das ist zwar einfach erklärt, aber in der Umsetzung etwas ungewohnt. So muss man schon genau überlegen, über welche Seiten des Würfels die Bilder der anderen Würfel oder der Kasteninnenseiten auf die Spiegel fallen, wie diese Spiegel zusammenwirken und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Zunächst einmal kapiert man gar nichts, aber nach und nach werden einige Mechanismen klar. Doch das hilft nicht immer, etwas Eingewöhnungszeit ist dringend erforderlich. Und genau das macht den Reiz aus. Wie ein "Dummi" vor diesem Ding zu sitzen und erst einmal ein großes Fragezeichen auf der Stirn zu haben. Dann greift dieses Verlangen Besitz vom Verstand. Dieses Verlangen, das "Bilderrätsel" endlich zu lösen. Und man mag gar nicht aufgeben, bevor es nicht doch geschafft ist.

Zwar spricht der Hersteller Schmidt Spiele von einem Nachfolger des Zauberwürfels, doch ist diese Presseinfo nur mit Vorsicht zu genießen. Denn der Magic Mirror macht zwar Spaß und ist durchaus in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Motiven (unter anderem Marvel Comicfiguren) erhältlich. Doch ist er im Vergleich zum fast schon legendären Zauberwürfel bei aller Herausforderung doch recht einfach zu lösen. Leider ist das Material zwar in Ordnung (Kunststoff), aber man wird das Gefühl nicht los, dass es auch schöner gegangen wäre.

Dennoch ist der Magic Mirror eine lohnende Anschaffung für Freunde von Puzzel-Aufgaben - oder Knobelspielen, wie man in Deutschland eher sagt. Fordernd, aber nicht allzu schwer, mitunter aber auch verzwickt. Das Prinzip ist einfach, die Lösung ist es aber nicht immer. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Fotos
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