Malleus Monstrorum

Kreaturen, Götter und verbotenes Wissen

ein Spiele-Artikel von Tanja Weber - 31.08.2003
Malleus Monstrorum  - Foto von Pegasus Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Im klassischen Rollenspielsinn handelt es sich bei diesem Werk um so etwas wie ein Monsterhandbuch. In den Händen eines guten Spielleiters kann es ein sinnvolles Werkzeug werden, um Spieler in Angst und Schrecken zu versetzen. (Liebe Spielleiter! Zeigt ab und zu Erbarmen und lasst nicht gleich alle "Monster" los, wenn ihr sie einen Moment in Sicherheit wiegt, kann der Schreck später umso größer sein.) Aber bei Malleus Monstrorum handelt es sich nicht nur um eine Auflistung von Monstern. Es werden über 140 Wesenheiten des Cthulhu-Mythos beschrieben, ihre Herkunft und Geschichte finden ebenso Platz in den Beschreibungen wie die Werte und Bilder zu den Wesenheiten. Die Tagebucheintragungen von Sir Hansen Poplan bieten zusätzliche interessante Details. Außerdem gibt es Abenteuerideen, die die beschriebenen Wesen gleich in das Spiel einbringen können, egal ob es sich um Dienerrassen, einzigartige Wesen, Ältere Götter oder Große Alte handelt.

Im Grunde beruht das vorliegende Werk auf dem Creature Companion, aber zahlreiche Erweiterungen, Bilder und neue Geschichten zu den Wesenheiten machen es dennoch zu etwas ganz eigenem. Dabei wird besonderer Wert auf die eigentliche Unvorstellbarkeit und den Horror dieser Wesen gelegt. Auch die Beschreibungen einiger Wesen, die bisher nur in wenigen deutschen Abenteuern vorkamen, reihen sich hier in die Reihen der übrigen cthuloiden Wesen ein.

Vor allem die Abenteuerideen machen Malleus Monstrorum sehr interessant, zusätzlich ist die fast schon wissenschaftliche Kompaktheit, mit der sämtliche Wesenheiten erfasst wurden, bemerkenswert. Vor allem Spielleitern haben es schwer, an diesem Werk vorbei zu gehen. Ganz davon abgesehen, dass ein Index das Nachschlagen erheblich vereinfacht - leider keine Selbstverständlichkeit bei solchen Publikationen.

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