Mammuz

eine Spielerezension von Christoph Brandt - 17.10.2015
  Spiel kaufen kommentieren
Kartenspiel MammuZ - Foto von Abacusspiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Beim Kartenspiel MammuZ von Nikolay Pegasov (Abacusspiele) geht es darum, steinzeitliche Tiere zu einer Herde zusammenzufügen und so möglichst schnell seine Karten loszuwerden. Aber wehe es kommt raus, dass sich unter die Mammuts ein Ziesel gemischt hat. Dann hat man ganz schnell wieder mehr Karten auf der Hand als vorher. Oder aber es erscheint ein Dinosaurier und bringt alles durcheinander.

Wie wird MammuZ gespielt?

Jeder Spieler erhält eine vorgegebene Anzahl Karten. Der Startspieler beginnt eine neue Herde, indem er ein bis vier Karten verdeckt vor sich auslegt und die Tierart der Herde benennt, beispielsweise „Das sind vier Säbelzahntiger“. Der folgende Spieler kann nun seinerseits die Herde erweitern, indem er zusätzliche Karten von der Hand verdeckt ablegt und verkündet, dass dies „weitere Säbelzahntiger“ seien. Oder aber er kann die Auslage des vorherigen Spielers anzweifeln. In diesem Fall deckt er eine (und nur eine) der zuvor ausgelegten Karten auf. Zeigt die aufgedeckte Karte die Tierart, die vom Startspieler angesagt wurde, muss der Spieler, der dies angezweifelt hat, alle ausliegenden Karten auf die Hand nehmen. Zeigt die Karte hingegen nicht das vom Startspieler angesagt Tier, muss der Spieler, der geblufft hat, alle ausliegenden Karten aufnehmen. Die umgedrehte Karte kann aber auch einen der im Spiel befindlichen Dinosaurier zeigen. Dann werden alle ausliegenden Karten umverteilt. Je nach Dinosaurier kann es sein, dass die Karten unter allen Mitspielern verteilt werden, oder dass der aufdeckende Spieler festlegt, wer am Spieltisch die Karten aufnimmt, oder dass die Karten praktisch als „Jackpot“ in der Tischmitte verbleiben und beim nächsten aufgedeckten Bluff zusätzlich aufgenommen werden müssen. Sind alle Karten aufgenommen bzw. verteilt, ist der nächste Spieler an der Reihe, eine neue Herde zu eröffnen und verdeckt Karten vor sich abzulegen.

Nun kann es sein, dass man plötzlich alle Karten einer Tierart auf der Hand hat. Dann kann man diese Spezies einfach aussterben lassen, indem man sofort alle Karten dieser Tierart ablegt. Auch eine elegante Möglichkeit seine Karten loszuwerden. Gewonnen hat am Ende der Spieler, der als Erster alle Karten ablegen konnte.

Was ist das Besondere an MammuZ?

Auf den ersten Blick ist MammuZ ein klassisches Bluffspiel. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, wurde doch ein solches Spiel mit Würfeln unter dem vielsagenden Namen Bluff 1993 als Spiel des Jahres ausgezeichnet. Doch der Mechanismus bei Bluffspielen ist eben immer gleich, und gut lügen muss man können. MammuZ kann hier mit einer kleinen Neuerung aufwarten. Da nur eine der ausgelegten Karten umgedreht wird, kann man hier mit seinem Bluff durchkommen, obwohl er angezweifelt wird. Es kommt also auch darauf an, in welcher Reihenfolge man die Karten auslegt.

Bringt MammuZ Spaß?

MammuZ ist schnell erklärt und ebenso schnell gespielt. Damit haben wir hier einen tollen Lückenfüller oder Absacker an einem langen Spieleabend. Es bleibt aber eben ein reines Bluff-Spiel, was man lieben muss, um es toll zu finden. Wir holen den Kartensatz aber immer wieder gerne heraus, um ein paar Runden zu spielen. MammuZ ist schnell und spannend, die Interaktion am Spieltisch ist hoch und somit eine gute Abwechslung nach einem großen, strategisch ausgerichteten Spiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-7
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Mehr zum Spiel