Mein Name ist (Hase) Elch

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 18.04.2010
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Mein Name ist Hase/Elch von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer Vlaada Chvátil, den Autor von Spielen wie Galaxy Trucker, Space Alert und Im Wandel der Zeiten einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen will, sollte sich das vorliegende Spiel zu Gemüte führen. Gleich auf der zweiten Seite der Spielanleitung wird in einem Cartoon deutlich gemacht, dass man sich bei diesem Spiel durchaus auch mal zum Affen machen kann. Das ist zwar nicht im Sinne des Spieles, aber tierisch geht es schon zu, denn die Spieler sind mal Elch mal Hase, wie es gerade kommt.

Zu Beginn der Runde wird ein Spieler zum Vorleser bestimmt. Er setzt sich auf die eine Seite des Tisches, während die anderen Spieler ihm gegenüber Platz nehmen. In der Tischmitte wird eine Fährte ausgelegt, auf der die Hasen- und Elchfiguren der Spieler platziert werden. Der Vorleser beginnt nun ein Gedicht vorzutragen. Im Rhythmus des Gedichtes (keine Angst, ihr müsst nichts auswendig können, das Gedicht liegt bei) deckt der Vorleser nach und nach Karten auf, so lange, bis sechs Karten nebeneinander in einer Reihe liegen (so lange dauert das Vortragen des Gedichtes). Kaum liegt die sechste Karte, wird das Gedicht von neuem verlesen und die sechs Karten mit neuen Karten überdeckt. Sobald nun eine Jägerkarte auftaucht, stoppt der Vorleser und ruft „peng“. Die Spieler verharren nun sofort in ihrem aktuellen Zustand. Die ausgelegten Karten zeigen jeweils eine Eigenschaft und einen Punktwert (es sind sowohl positive als auch negative Punkte möglich). Die Spieler versuchen während des Spiels die ausgelegten Karten zu erfüllen. Es gilt gerade oder abgeknickte Ohren oder offene oder geschlossene Geweihe oben oder seitlich am Kopf darzustellen. Manchmal muss man zu alldem noch die Zunge herausstrecken. Solange der Vorleser noch nicht „peng“ gesagt hat, darf alles immer wieder beliebig verändert werden. Erst beim „Peng“ müssen die Spieler in der Position, in der sie sich gerade befinden zu Stein erstarren. Der Vorleser überprüft dann bei jedem der Spieler, inwieweit sie die sechs ausliegenden Karten erfüllen, und berechnet die Punkte. Das Punktergebnis (kann sowohl positiv als auch negativ sein) ziehen die Spieler dann mit ihren Figuren auf der Fährte.

Das Spiel endet, wenn jeder als Vorleser zweimal an der Reihe war. Erreicht ein Spieler schon vorher das Ende der Fährte, werden einfach von hinten Karten nach vorne gelegt und damit die Fährte verlängert. Sieger ist der Spieler, dessen hinten liegende Figur am weitesten vorne ist. Für Profis wird das Gedicht noch um zwei Zeilen verlängert, das heißt, es liegen immer acht Karten in der Tischmitte.

Das vorliegende Spiel gehört in die Reihe der Partyspiele und stellt in diesem Genre eine willkommene Abwechslung dar. Das Gelächter in der richtigen Runde ist groß. Schön wäre es, wenn der Vorleser eine Reihe Gedichte zur Auswahl hätte, denn das beiliegende Gedicht „verbraucht“ sich sehr schnell und wird auch in der Profiversion nicht besser.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
9
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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