Merk-Mal

Think - Training für den Kopf

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.12.2006
  Spiel kaufen kommentieren
Merk-Mal von Ravensburger
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Merk-Mal aus der THINK-Reihe verlangt von den Mitspielern eine ähnliche Leistung wie bei Memo Crime: Es muss eine Geschichte erzählt werden. Natürlich eine, die zuvor gelegte Begriffe enthalten muss.

Dieser gesellige Spaß funktioniert so, dass jeder ein paar Begriffskarten auf die Hand bekommt. Dann beginnt die Geschichte beim ersten Spieler. Er legt eine Karte offen in die Tischmitte - zum Beispiel eine mit einem Schraubenzieher. Dazu muss er einen Satz zur nun gemeinsam zu entwickelnden Geschichte beitragen. Zum Beispiel: "Mit einem Schraubenzieher kann man Schrauben festziehen." Nun kommt der nächste Spieler und legt eine weitere Karte - zum Beispiel "Rockerbraut" so darauf, dass die unten liegende(n) Karte(n) nicht mehr zu sehen sind, und ergänzt die Story: "Das ist manchmal ganz hilfreich, wenn man eine Rockerbraut zur Freundin hat." Der nächste Spieler legt zum Beispiel eine "Borhinsel" und ergänzt: "Denn sie hat nie auf einer Bohrinsel gearbeitet und weiß nicht, wie man damit umgeht." So kommt meist eine ziemlich fantasiereiche, teilweise skurrile Geschichte zusammen.

Aber nun zum Spiel bei der Geschichte. Es gibt nämlich Memo-Karten. Wird so eine Karte gespielt, muss der vorangegangene Spieler die komplette Geschichte nacherzählen. Dabei muss er zumindest den groben Inhalt, aber auf alle Fälle sämtliche gespielten Begriffe in der korrekten Reihenfolge wiedergeben. Gelingt dies, nehmen die anderen Spieler Karten auf, misslingt es, nimmt er selbst zusätzliche Karten auf. Gewonnen hat, wer als erstes keine Begriffskarten mehr auf der hand hat.

Wie bei fast allen Spielen aus der THINK-Reihe kommt es jedoch nicht auf das Gewinnen an. Der Weg ist das Ziel. Eine faszinierende Geschichte entwickeln, sich dabei die Begriffe merken und im entscheidenden Moment die Geschichte nacherzählen können - all das ist kein Spiel, sondern ein atmosphärischer interaktiver Spaß in geselliger kleiner oder großer Runde oder als Herausforderung auch mal allein. Nur eine Mindestlänge sollte man den Geschichten zugestehen. Merk-Mal ist ein Tipp besonders für größere kommunikative Gruppen, deren Spieler es nicht in erster Linie auf das Gewinnen ankommt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 5
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Mehr zum Spiel