Meschugge

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 18.07.2009
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Meschugge von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Es ist zum verrückt werden, völlig Meschugge! Der Titel dieses Kartenspiels hält, was er verspricht, und wer sich an dieses Spiel wagt, sollte schon Nerven aus Stahl haben. Doch nun erst mal der Reihe nach, worum geht es überhaupt?
 
Jeder Spieler erhält einen identischen Kartensatz auf die Hand. Durch die Rückseite kann man die Karten den jeweiligen Spielern zuordnen. Nun wird mit einem Würfel entweder die Aktion Wort oder Farbe erwürfelt. Danach wird eine sogenannte Kommandokarte aufgedeckt und die Kombination aus Würfel und Karte gibt nun vor, was für eine Handkarte die Spieler ablegen müssen. Wer als erster die richtige Karte ablegt, erhält einen Siegpunkt. Wer am Ende die meisten hat, gewinnt das Spiel.
 
Soweit ist noch alles klar, doch nun geht der Schlamassel erst richtig los, was für eine Karte muss von den Spielern überhaupt ausgespielt werden? Zeigt der Würfel die Aktion Farbe an, müssen die Spieler eine Karte in der Farbe ausspielen, die als Text auf der Komandokarte geschrieben steht. Zeigt der Würfel die Aktion Wort an, müssen die Spieler eine Karte ausspielen, auf welcher als Wort jene Farbe geschrieben steht, die zu der Farbe der Komandokarte passt. Wie bitte? Ja, es hört sich kompliziert an – und das ist es auch! Der Clou, oder das was endgültig einen Knoten im Hirn hervorruft, ist die Tatsache, dass die Spiel- und Komandokarten immer in eine der vier verschiedenen Farben gedruckt sind und gleichzeitig noch als Wort eine Farbe darauf geschrieben steht, welches meistens nicht der eigentlichen Kartenfarbe entspricht. Da nur die zuerst ausgespielte korrekte Karte einen Siegpunkt erhält, stehen die Spieler unter ernormen Zeit- und Reaktionsdruck.
 
Der Spielanleitung gelingt es erstaunlich gut, diesen nicht ganz einfachen Spielablauf rüberzubringen. Nach einigen Runden wird es besser und man bekommt auch ein Gefühl für das Spiel. Jedoch bleibt die ganze Sache recht anstrengend, wenn nicht sogar nervenaufreibend und trägt so nicht wirklich zu einem gemütlichen Spieleabend bei. Ob nun positiv oder negativ, alleine schon der Aufregung halber verhindert Meschugge erfolgreich das Einrosten der Nerven. Das Spiel kann auch gut gespielt werden, um sein Hirn etwas zu beanspruchen und um so eine Runde Gehirnjogging zu betreiben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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