Midgard: Das Kompendium

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.12.2002
Midgard: Das Kompendium - Foto von Pegasus Spiele
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Braucht Midgard nach mehreren Regelwerken ein Kompendium, das Tipps und Tricks für Spielleiter beinhaltet? Ja, denn was hier geboten wird, sollte sich jeder Spielleiter zu Gemüte führen. Denn hier werden die echten Probleme mit einer Spielrunde aufgegriffen. Sauber strukturiert mit vielen Hilfen und Regelergänzungen werden in fünf Kapiteln wertvolle Informationen geboten.

Im Buch der Entwicklung wird das Problem aufgegriffen, wenn Spieler gerne einen neuen Charaktertypen spielen wollen. Die Grundtendenz ist eindeutig: Es sind eigentlich keine neuen notwendig, wenn man bestehende Charaktertypen moderat und sinnvoll abwandelt. Dennoch werden eine ganze Reihe von neuen Klassen vorgestellt, die allesamt sehr reizvoll sind. Passend dazu gibt es im folgenden Kapitel die notwendigen Ergänzungen an Zaubereien, darunter auch Zaubertänze.

Ein weiteres Kapitel stellt die Bewohner Midgards und ihr Verhalten in den Mittelpunkt. Dabei werden Versuchung und Kampfmoral vorgestellt, die beide aber nicht zwingend für das Spielglück sind. Wirklich empfehlenswert sind dagegen die nachfolgenden beiden Kapitel, in denen zunächst der mögliche Weg zum erfolgreichen Entwurf eigener Abenteuern gezeigt wird und anschließend "Wildnis-Zwänge" beschrieben werden: Hunger, Durst, Schlafmangel, Gewaltmärsche, Wetter und Seereisen. Ob man nun die angebotenen Berechnungen nutzen möchte, ist eine Sache. Das aber die Wildnisproblematik in dieser Art und Weise angesprochen wird, ist zu begrüßen. Spielleiter sollten diese Vorschläge zumindest inhaltlich aufgreifen und an ihrer Spielgruppen weitergeben.

Insgesamt ein sehr nützliches Buch, das viele interessante Themen anspricht und Neuerungen liefert. Man darf wohl davon ausgehen, dass der Inhalt in der einen oder anderen Weise Einzug in eine mögliche zukünftige Neuauflage des Regelwerks finden wird.

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