Misch-Masch

eine Spielerezension von Eva Timme - 23.09.2018
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Kartenspiel Misch-Masch - Foto von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Warum gibt es jedes Jahr neue Varianten von Mau-Mau auf dem Markt? Diese Frage habe ich letzten von meiner Teenaagertochter gestellt bekommen.  Ich habe dann das Kartenspiel Misch-Masch von Bettina Katzenberger (Zoch Verlag) aus dem Schrank geholt und sie  und zwei ihrer Freundinnen zu einer Partie eingeladen.

Wie funktioniert Misch-Masch?

Die Regeln sind schnell erklärt.  Jede Karte ist in eine Ober- und eine Unterhälfte unterteilt und zeigt ein Tier.  Dabei sind Ober- und Unterkörper der Tiere wild gemischt und schon der „Krokofant“ und der „Delkan“ sorgen für Erheiterung.  Sehr schnell ist klar, dass der „Krokofant“ zum Beispiel mit einem „Elepart“ oder einem „Oktodil“ zu ergänzen ist.  Wer am Zug ist darf also eine Karte ablegen, mit der er entweder das Ober- oder das Unterteil des ausliegende Tieres ergänzt.  Karten mit vollständigen Tiere, sind Karten, bei denen andere Spieler Karten nachziehen müssen. Karten, die nur eine Tierhälfte zeigen, sind die klassische „Aussetzen-Karte“. Bleibt noch das Chamäleon - das ist hier der Joker, der auf alle anderen Karten gelegt werden darf. Soweit die einfachen Regeln. 

Bleibt noch die Sonderregel, die dafür sorgt, dass alle Spieler jederzeit dabei sind und aufmerksam den Ablagestapel beobachten. Wer eine Karten hat, die ganz genau beide Tierhälften ergänzt, darf diese jederzeit dazwischen werfen. Bei dem „Krokofant“ ist das natürlich das „Eledil“ - bei dem „Delfkan“ ist es der „Pelifin“.  Wer gut aufpasst, kann so also versuchen, seine Karten sehr schnell los zu werden. Wie beim klassischen Mau-Mau gewinnt hier der Spieler, der als erstes alle Handkarten los wird. Werden mehrere Runden gespielt, so schreiben alle anderen Spieler die Handkarten als Minuspunkte auf.

Lohnt sich Misch-Masch als Mau-Mau-Variante?

Sehr gut gefällt mir die Grafik der Karten und die Tatsache, dass alle Karten auch noch Symbole haben, die zeigen, welche Tiere hier kombiniert wurden. Nach zwei Runden mit viel Gelächter, meint meine Tochter: „Ich glaube ich verstehe, warum es immer wieder Mau-Mau Varianten gibt. Da kann einfach jeder mitspielen, die Oma mit dem Enkeln, im Schwimmbad, zwischendurch, jeder kennt die Regeln sofort, es kann meist mit zwei Sätzen der Erklärung losgespielt werden." Und trotzdem ist etwas Abwechslung dabei - wir freuen uns also auch weiterhin auf kreative Mau-Mau-Varianten.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6-
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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