Modern Art

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.12.2006
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Modern Art von Pegasus Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Fünf moderne Künstler haben Werke geschaffen, die die Spieler zum Zwecke des Geldverdienens versteigern und kaufen. Versteigern bringt Geld und Bilder, die oft verkauft werden auch, wenn man sie am Ende einer Runde besitzt.

Das Spiel läuft über vier solcher Runden, die immer so lange gehen, bis von einem Künstler fünf Gemälde auf dem Tisch liegen. Bis dahin werden die Bilder reihum versteigert. Die Art der Versteigerung („normale“ Versteigerung, gleichzeitige Gebote, Reihumgebote und Zuschlag bei einem verlangten Preis) sind auf den Karten angegeben; zusätzlich gibt es noch eine Kartensorte, die das Ausspielen einer zweiten Karte fordert, damit beide zusammen versteigert werden. Der Erlös einer Auktion geht immer an den Spieler der an der Reihe ist, es sei denn, er hat den Kauf selbst getätigt, dann kommt das Geld in die Bank.

Wenn dann fünf Karten eines Künstlers ausgespielt wurden, kommt es zu einer Wertung: Der „Fünfkarten-Künstler“ erhält auf dem Spielplan einen 30.000-Marker, der mit den zweit- und drittmeisten Karten einen 20.000- beziehungsweise 10.000-Marker. Dann geben alle Spieler die in dieser Runde gekauften Karten ab und erhalten dafür das Geld entsprechend der Marker, die Karten von zwei Künstlern gehen somit leer aus.

Dann gibt es neue Karten (außer in der letzten Runde) und es geht in den nächsten Durchgang. Dieser läuft genauso ab wie der erste, nur kann es für Karten mehr Geld geben. Hat nämlich eine Karte, die dieses Mal in die Wertung kam, schon einen Marker aus früheren Runden auf dem Plan liegen, ist ihr Wert die Summe aus den Markern. Das führt oft zu sehr inflationären Geboten in späteren Runden – was natürlich den Versteigerer freut ...

Und das macht den Reiz bei diesem Spiel aus: Das richtige Gespür zu entwickeln, wann es sinnvoll ist, bei Versteigerungen auszusteigen, wann man Karten selber kauft und wann man lieber das Geld einstreicht, weil der Erlös bei den Wertungen zu gering zu werden droht.

Die Erfahrung zeigt, dass Neulinge beim ersten Spiel große Unsicherheit bis hin zu völligem Unverständnis an den Tag legen. So einfach die Regeln auch sind, sie gewinnbringend umzusetzen ist schwierig. Erst gegen Ende der Partie stellt sich langsam die eine oder andere Erkenntnis ein, was man falsch gemacht hat und welche Handlungen sinnvoll sind.

Eine zweite Partie anzuschließen (bei der moderaten Spieldauer meist möglich) hilft, das soeben Gelernte zu vertiefen, und sollte ernsthaft ins Auge gefasst werden. Dann wird das Spiel anfangen, Spaß zu machen – sofern man Versteigerungsspiele mag. Denn ein solches ist Modern Art in Reinform. Wer das nicht mag, wird mit diesem Spiel nichts anfangen können.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
1992
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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