Money Lisa

Kunst macht reich!

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 03.09.2008
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Money Lisa von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Auch im Kunstmarkt regiert Geld die Welt. Ein echter Sammler vertraut jedoch nicht nur auf den schnöden Mammon, sondern hat auch einige Tricks auf Lager, um eine Auktion in seinem Sinne zu beeinflussen. 36 verschiedene Meisterwerke können im Spiel gesammelt werden und zwar entweder nach Epochen oder nach Themen. Es gibt sechs Epochen (farbliche Kennzeichnung) und sechs Themen (Symbole in den Ecken). Im Spiel sind außerdem drei verschiedene Arten von Trickkarten, „neu würfeln“, „ein Gebot nachlegen“ oder „eine falsche Expertise abwehren“.

Auf dem Spielplan befinden sich vier Auktionshäuser, die durch verschiedene Auktionsarten gekennzeichnet sind, wobei der Spieler, der am Zug ist, immer zwischen zwei Versteigerungsformen auswählen kann. Es gibt offene und verdeckte Auktionen, Auktionen bei denen nur gerade oder ungerade Geldkarten eingesetzt werden können, Auktionen bei denen das niedrigste oder das höchste Gebot gewinnt und Auktionen, bei denen man sein Gebot noch durch einen zusätzlichen Würfelwurf aufwerten kann. Neben den Auktionshäusern gibt es noch vier zusätzliche Arten von Spielplanfeldern: „Falsche Expertise“ (man darf ein Gemälde eines Mitspielers umdrehen), „Zwangstausch" (mit einem Mitspieler darf ein offen liegendes Gemälde getauscht werden), „Kleine Ausstellung“ (stehen zwei Pöppel gleichzeitig auf einem solchen Feld, kommt es zu einer kleinen Ausstellung), „Joker“ (der Spieler darf seine Figur auf ein beliebiges unbesetztes Feld setzen und die entsprechende Auktion ausführen). Um die Auktionen bestreiten zu können, erhält jeder Spieler einen Satz Geldkarten.

Das Spiel besteht aus zwei Sammelrunden, wobei jede Sammelrunde aus neun Auktionen besteht. Nach jeder Sammelrunde gibt es eine große Ausstellung. Je gelungener die Ausstellung, das heißt,  je größer die Serien aus Epochen oder Serien, die ein Spieler vorweisen kann, desto mehr Prestigepunkte gibt es dafür. Wer am Ende die meisten Prestigepunkte hat, geht als Sieger aus dem Spiel hervor.

Das Spielmaterial ist von guter Qualität. Bei den Gemäldekarten gibt es auf der Rückseite eine Erläuterung zu dem jeweiligen Gemälde. Ansonsten hat das Spiel mit Kunst sehr wenig zu tun und ist eher für Karten- als für Kunstfreunde (wie es in der Spielregel behauptet wird) geeignet. Es geht um das Sammeln von Farben und Symbolen, das Thema ist Dekoration. Die unterschiedlichen Auktionsarten sind zumindest zu Beginn etwas verwirrend, bieten aber den Spielern mit einem guten Gedächtnis für schon ausgespielte Karten taktische Möglichkeiten. Wer auf das Thema keinen Wert legt, hat mit Money Lisa ein einfaches interaktives Spiel, das durchaus Spaß macht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
50
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Fotos
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