Monopoly Banking Ultra

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 11.10.2016
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Monopoly Banking Ultra - Foto von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Monopoly ist nach wie vor ein Klassiker unter den Brettspielen. Bei Monopoly Banking ultra (Hasbro) handelt es sich um eine Variante des Grundspiels mit bargeldlosen Geldgeschäften auf dem Immobilienmarkt. Vor uns liegt rein grafisch ein ultra moderner Spielplan in schwarz. Die Häuser sind einheitlich blau - Hotels findet man nicht. Einzig allein die Spielfiguren aus buntem Plastik passen nicht recht ins Bild.

Das Banking-Prinzip bei diesem Monopoly

Fällige Verkaufsprovisionen sind in Monopolyeinheit angegeben und jeder Spieler erhält eine Kreditkarte. Leider aus Pappe, sodass man hiermit sorgsam umgehen muss. Die Karten werden aber nur vor das Gerät gehalten, sodass man im Prinzip nicht in Verlegenheit kommt, die Karten zu knicken. Trotzdem bleibt die Frage, wie lange sie wirklich halten. Hier wäre Kunststoff doch vertrauenswürdiger. Das Lesegerät liegt für Erwachsene gut in der Hand. Für Kinder ist es eher klobig. Es ist von der Größe her im Smartphoneformat, allerdings doppelt so dick. Das Gerät speichert das Vermögen der Spieler inkl. Straßen. Dies kann man auch Zwischendurch nachsehen, was bei jüngeren Spielern häufiger vorkommt, weil sie sonst schnell den Überblick über das Geld verlieren. Immerhin liegen Straßenkarten und Häuser noch vor jedem Spieler.

Durch die gescannten Besitzrechtskarten kann man verfolgen, welche Straßen inkl. Mietstand, wem gehören. Auch die Ereigniskarten werden hier verarbeitet und können einem z. B. Geld geben oder nehmen usw.. Ganz in Monopolytradition ist auch hier das Ziel, Straßen zu erwerben und durch die eingetriebene Miete, die Mitspieler in den Ruin zu treiben. Auch hier zählt am Ende nur das größte Vermögen, sobald ein Spieler Bankkrott ist.

Monopoly Banking ultra - einfach schneller spielen

Diese Edition lässt sich etwas zügiger spielen, da man mit dem Bauen nicht warten muss, bis man alle Felder eines Straßenzuges besitzt, sondern man erhält sogar zur Straße noch ein Gratis-Haus dazu. Ansonsten lassen sich auch hier wieder von der Badstraße bis zur Schlossallee alle gewohnten Straßen finden. Auf Bahnhöfe und Versorgungswerke wurde verzichtet. Die Gemeinschaftsfelder wurden zu Springerfeldern. Auf diesen Feldern kann man nach Zahlung eines Geldbetrages auf eine beliebige Straße springen, um diese zu kaufen oder die Miete zu erhöhen.

Der Spielverlauf wird zusätzlich durch die Werterhöhung der Miete beschleunigt. Da sich diese jedes Mal erhöht, sobald ein Spieler (auch mit eigener Figur) die Straße betritt. Ansonsten gelten die Regeln und der gewohnte Ablauf.

Wie gut ist Monopoly Banking ultra?

Der Umgang mit dem Bankinggerät erscheint beim ersten Anschalten ungewohnt, man findet sich aber schnell zurecht. Auch die Anleitung ist gut und detailreich, sodass sich im Zweifelsfall schnell Abhilfe schaffen lässt. Etwas nervig sind allerdings das Soundmodul und das Dauerblinken des Gerätes. Wobei die Kinder in der Runde genau dies spannend fanden. Immerhin lässt sich die Lautstärke regeln. Vorteil ist, dass das Gerät jederzeit Infos zum eigenen Vermögen gibt und das Spiel insgesamt durch die vorgenommenen Beschleunigungen im Spielverlauf recht kurzweilig ist und mit einer überschaubaren Spieldauer überzeugt. Da im Gegensatz zu Monopoly Banking alles gescannt wird, kann man bei der Eingabe kaum mehr einen Fehler machen.

Optisch macht das Spiel viel her und ist absolut zeitgemäß. Wer eine kurze, abgespeckte Variante des Klassikers sucht und sich durch das Gerät nicht abschrecken lässt, sollte es ruhig mal ausprobieren. Nachteil ist sicherlich: Trotz jeglicher Innovation fehlt einem das Gefühl für das eigene Vermögen, da geht doch nichts über das Geld in der Hand. Denn schließlich gilt: Nur Bares ist Wahres. Somit ist das Spiel für Jugendliche oder Erwachsene besser geeignet, als für Kinder.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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Kommentare

Zu diesem Punkt stimmt doch etwas nicht in der Anleitung, oder? Wenn ich die Karte zurück gebe wie weiß der Banker, dass ich die Karte an die Bank oder an den Mitspieler abgebe? Dazu steht nichts in der Anleitung. Muss ich da zusätzlich etwas drücken? Bei uns geht der Banker immer davon aus, dass die Karte ein Mitspieler bekommt. Beim nächsten Kauf wird dann diesem Spieler die Miete zugerechnet, obwohl man die Karte eigentlich der Bank zurück gegeben hat und sie halt nochmals kaufen möchte. Woher soll er das auch wissen? Kann mir da jemand weiter helfen?

Viele Grüße

E. Naber

Hallo, warum bist Du davon ausgegangen das die Bank die Karte bekommt? Schulden haben wir direkt an den Mitspieler in Form der Karten bezahlt. Und bei Straßeninstandsetzung also bei Schulden gegenüber Bank ging mal die eine oder andere Straßenbesitzkarte an die Bank zurück. Es sind aber auch ein zwei Bugs im Spiel aufgefallen. Ohne Drama. Der Automat steht bei uns mittig im Spielfeld, so das er unseren Kindern (6+9) nicht zu groß in der Hand sein kann. Klasse wäre es, wenn der Automat diskret das Vermögen der anderen behandelt, jeder nur seine Summe kennt. Das könnte die Spannung im Spiel m.e. nochmals erhöhen. Dazu bräuchte es duale Kommunikation zw. Bankomat und der Kreditkarte, welche dann ehr wie ein Smartphonebilling interagieren könnte. Aber geil fand ich unsere kleine (normales Kind) die mit ihren 6Jahren beim ersten Versuch alles abkassiert hatte

Wir sind der Meinung, dass man den Fall "Schulden bei der Bank" nur durch die Ereigbiskarte "Autobahnmaut" erreichen kann. Sonst muss man ja eigentlich immer Geld an Mitspieler abgeben..