Monopoly City

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 11.10.2009
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Monopoly City von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Es folgt nun die x-te Monopoly-Variante. Hat es überhaupt einen Wert, einen zweiten Blick auf dieses Spiel zu werfen? Dazu ein klares „Ja“! Monopoly City verbindet gelungen das Alte mit dem Neuen. Ein näherer Blick, und man fühlt sich sogleich wohl, der typische Spielplan, Geld, Würfel, Spielfiguren – alles vorhanden. Aus den Straßennamen wurden Stadtteile, welche sich nun bis in den mittleren Teil des Spielbrettes ausdehnen.

Das Würfeln und Bewegen der Spielfiguren läuft wie gewohnt ab. Man umrundet das Spielbrett, und landet man auf einem Stadtteil, kann man diesen kaufen oder zum Versteigern freigeben. Falls man diesen Stadtteil bereits besitzt, kann man auch sogleich bauen und das neue Bauwerk in der Mitte des Spielplans aufstellen.

Aus den Häusern und Hotels wurden bei Monopoly City Wohnblocks und Gewerbegebäude. Dazu gesellen sich noch Hochhäuser und Wolkenkratzer sowie verschiedene Sondergebäude. Durch diese Bauwerke entsteht nach und nach eine schön anzusehende, dreidimensionale Metropole in der Mitte des Spielbrettes. Bauen kann man übrigens auch dann, wenn man nicht alle Farben, sprich Gebiete eines Stadtteils, besitzt.

Neu dazu gekommen sind die Sondergebäude. Dabei handelt es sich um Bonus- oder Störgebäude. Durch die Störgebäude kann man seine Mitspieler so richtig schön ärgern. Wer möchte schon mitten in seinem Wohngebiet eine Kläranlage haben. Erst mal macht es sich optisch nicht sonderlich gut, und was noch viel schlimmer ist - durch so ein Störgebäude fallen im betreffenden Stadtteil die gesamten Mieteinnahmen aus den Wohngebäuden weg. Dadurch könnte sich die Hautfarbe des betroffenen Mitspielers sehr schnell in ein gefährliches rot verfärben. Nun ja, es macht halt wirklich einen Riesenspass, die Mitspieler zu ärgern. Jedoch bewahrheitet sich dadurch auch umso öfter das Sprichwort “Rache ist süß“. Die oben ebenfalls erwähnten Gewerbe- beziehungsweise Industriebauten sind in der Anschaffung zwar teuerer als Wohngebäude, dafür sind sie immun gegen die unbeliebten Störgebäude. Von vorneherein verhindern kann man den Bau eines solchen Störgebäudes ebenfalls, indem man einfach frühzeitig Bonusgebäude in seinem Stadtteil errichtet. So bleiben die Mieteinnahmen erhalten und wohl dem, dem es noch gelingt, ein Stadion oder einen Wolkenkratzer zu errichten – die Geldsorgen gehören so bald der Vergangenheit an.
 
Dem Spiel liegt ein elektronischer Makler bei. Dieser Makler steuert die Versteigerung der Gebiete, er bestimmt die Anzahl und Art der zu bauenden Objekte, und überdies regelt er auch noch die Spieldauer. Erfreulicherweise funktioniert dieses Teil sehr gut und integriert sich auch hervorragend in das Spielgeschehen. Das Spielmaterial geht soweit in Ordnung, es ist schön, mit Geldscheinen zu hantieren. Die Bauwerke sind zwar nur aus Kunststoff, jedoch für ihren Zweck ausreichend und auch gut zu unterscheiden. Lediglich die Spielanleitung sollte etwas ausführlicher und auch in sich strukturierter aufgebaut sein.
 
Braucht man als alter Monopoly-Spieler überhaupt diese neue Monopoly-Variante? Nun, Monopoly City macht Spaß. Ja, es macht sogar mehr Spaß als das Original! Und was will man von einer neuen Variante noch mehr.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
120
Spielkategorisierung
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