Monster auf der Flucht

eine Spielerezension von Leser - 03.12.2011
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Monster auf der Flucht von Heidelberger Spieleverlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Na toll! Schon wieder steht eine Supernova an! Als hätte man als Mitglied des Amts der Erhaltung außerirdischer Monster nicht schon genug zu tun. Nützt ja alles nichts, die possierlichen Tierchen müssen nun mal gerettet werden. Aber wenn man schon mal dabei ist, kann man doch die Arbeit mit ein wenig Spaß verbinden - eine kleine Wette wird wohl gestattet sein ...

So bekommt jeder Spieler bei Monster auf der Flucht jeweils eine offene Karte und ein verdecktes Plättchen zugelost, die je eines der fünf Monster zeigen, diese werden Favoriten genannt. Aus einem Drittel der Zugkarten wird eine Straße ausgelegt, die fünf Spielfiguren an deren Anfang platziert. Reihum wird eine der drei Handkarten ausgespielt, die meist die Bewegung eines Monsters auslösen – das heißt, dass das Monster auf den nächsten freien Planeten gezogen wird. Manche Karten zählen nur für ein Monster, manche geben zwei zur Auswahl. Alternativ kann eine solche Karte zu seinen Favoriten legen, wobei ein Limit von zwei Karten gilt. Einige Sonderaktionen können den Spielstand bei Monster auf der Flucht ziemlich durcheinander wirbeln.

Ist der Zugstapel aufgebraucht, bricht die Supernova endgültig an, von nun an wird immer die letzte Karte der Straße gezogen – steht darauf noch ein Monster ist das Spiel beendet, ebenso wenn die vorderste Karte von einer Figur erreicht wird. Nun folgt eine Wertung für seine Favoriten-Karten und -Plättchen. Ein kleiner Kniff: Das vorderste Monster zählt 0 Punkte, danach folgen 3, 2, 1 und -1 Punkt. Wer nun die meisten Punkte ergattern konnte, ist Sieger bei Monster auf der Flucht.

Eine kleine Schachtel, wenige Materialien, kurze Spieldauer, possierliche Grafik – und ein wirklich unterhaltsames Spiel! Durch die kurzen Aktionen kommt keine Langeweile auf, und auch die Auswahl ist begrenzt, sodass keine langen Denkpausen entstehen. Monster auf der Flucht spielt sich locker und leicht, ohne im Belanglosen zu versinken.

Natürlich ist dem eigenen Einfluss Grenzen gesetzt, denn will man sich nicht die Hand verstopfen, muss auch irgendwann eine ungeliebte Karte mit unpassendem Monster ausgespielt werden. Hier ist das Timing entscheidend. Auch dass eigene Favoriten-Karten nicht mehr zum Ziehen nutzbar sind, ist ein geschicktes Element. Dass das vorderste Monster leer ausgeht, verschärft einige Situationen und lässt durchaus ein gewisses Risiko aufkommen.

Monster auf der Flucht  ist ein sehr nettes Familienspiel, bei dem eine gewisse Unplanbarkeit Nervenkitzel und Entscheidungsnöte hervorruft, die den Wiederspielreiz über recht lange Zeit aufrecht erhalten. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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