Murmelmonster

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
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Murmelmonster von Ravensburger
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Eine neues Wesen wurde in der Monsterwelt gesichtet: das Murmelmonster. Im Gegensatz zu vielen seiner Artgenossen zeichnet sich diese Monsterart nicht durch ein bestialisches Äußeres aus, sondern durch einen annähernd kugelrunden Bauch, in dem sich 7 Murmeln in drei verschiedenen Farben befinden.

Auf den ersten Blick sehen die 36 Monster, die nach der Spielvorbereitung unseren Tisch bevölkern, alle gleich aus. Schnell muss man jedoch feststellen, dass sich die sieben Murmeln bei jedem Monster in einer anderen Anordnung befinden. Genau die gleichen sieben Kugeln gibt es in natura in einer kleinen Schütteldose.

Einmal kräftig schütteln, die Dose auf den Tisch stellen und schon geht die wilde Monstersuche los. Bei welchem Monster sind die Murmeln genauso angeordnet, wie in der Schütteldose? Da kann es schnell passieren, dass ein bekanntes Sprichwort umgedreht wird und man sozusagen vor lauter Wald die Bäume nicht sieht. Wer das passende Monster-Kärtchen gefunden hat, zeigt schnell mit dem Finger darauf (in der Regel heißt es: "klatscht mit der Hand darauf", dazu hat allerdings bei uns der Platz nicht gereicht) und bekommt - wenn es das richtige ist - das Kärtchen und legt es offen vor sich ab.

Im Lauf des Spieles kann es dann natürlich passieren, dass das gesuchte Kärtchen schon vor einem Mitspieler liegt. Dann darf man selbstverständlich auch darauf zeigen. Als Gewinn erhält man in diesem Fall ein beliebiges Kärtchen aus der Tischmitte. Wer zuerst fünf Monsterkärtchen vor sich liegen hat, ist der Sieger dieses kleinen Mitbringspieles.

Spiele dieser Art gibt und gab es immer wieder einmal. Man denke nur an Space Faces, das 1984 erschienen ist, bei dem es um das Wiedererkennen von Farbkombinationen bei Außerirdischen ging und bei dem es ebenfalls ein Schüttelgerät gab, oder das eher abstrakte Punktum von Bernd Decker, bei dem farbige 4-Punkte-Muster möglichst schnell in farbigen 9-Punkte-Mustern entdeckt werden mussten. Dass es ähnliches schon einmal gab, stört nicht, denn das Spielprinzip kann immer wieder begeistern. Schade nur - und das ist wirklich störend - dass dem Spiel das Spielmaterial so gar nicht angemessen ist. Über die optisch nicht besonders schöne Schütteldose kann man noch hinwegsehen, aber die dünnen Pappmonsterkärtchen halten einer lustigen Kinderrunde leider nicht lange Stand. Diese Tatsache führt zu einer starken Abwertung dieses sonst wirklich netten Spielchens.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Jahrgang: 
2002
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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