DSA-Myranor: Myranische Mysterien

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.07.2001
DSA-Myranor: Myranische Mysterien
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Myranor - das Güldenland. Die neue Welt jenseits von Aventurien entführt Spieler des Schwarzen Auges in eine Welt voller Sagen, fremder Kulturen, Rassen und Sitten. Lange nicht so detailliert beschrieben wie Aventurien selbst können die Spielleiter in Myranor Abenteuer und Hintergründe sehr viel freier gestalten. Dennoch gibt es natürlich Grundregeln und Hintergrundinformationen. In dem vorliegenden Band wird den Spielern ein mächtiges Werkzeug in die Hand gegeben, dass für den Spielleiter noch viel mächtiger wird, wenn es die Spieler nicht kennen. Nun, das wird eher schwer möglich sein. Die Neugierde der Spieler ist vermutlich zu groß, zudem sind viele Spieler auch Spielleiter. Aber was enthält das Quellbuch?

Zunächst einmal wird die myranische Zauberei sehr detailliert und umfassend dargestellt. Dazu gehören zum Beispiel die Spontanzauber und Magie, die ihre Kraft von fremden Sphären oder Mächten bezieht. Animismus und Alchemie runden dieses Thema ab. Das alles wird untermauert durch eine ausgiebige Vorstellung der Strukturen der magischen Gesellschaft.

Für Spielleiter gibt es einen Teil, der historische Ereignisse, Sagen und Gebietsbeschreibungen enthält. Natürlich dürfen Abenteuervorschläge nicht fehlen. Auch die "Botaniker" kommen auf ihre Kosten. Die Pflanzenwelt von Myranor wird umrissen. Ebenso die etwas bizarren Gattungen von Untoten und ähnlich unheimlichen Wesen. Erläuterung zu Regelfragen und neue Rassen und Kulturen schließen den Band ab.

Mit diesem Buch haben die Macher von Myranor eine ganze Menge neuer Anstöße und Strukturen für das Güldenland gegeben. Damit wird die Lektüre fast unumgänglich. Allerdings muss man auch anmerken, dass Fantasy Productions damit auf einem schmalen Grat zwischen Freiheit für den Spielleiter bei der Ausgestaltung von Myranor und allzu strengen Vorgaben wandelt. Die Idee war, dem Spielleiter lediglich einen äußeren, aber gut erklärten Rahmen zu geben, innerhalb dessen er "sein" Güldenland ausarbeiten kann. Es ist etwas zu befürchten, dass dies nicht das letzte Werk sein wird, dass dem Spielleiter diese Freiheit Stück für Stück nimmt und damit die Gefahr für die Spiellogik der bereits erschaffenen "eigenen" güldenländischen Welt wächst.

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Verlagsangaben
Altersangabe: 
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