Nimmit

eine Spielerezension von Markus Nussbaum - 22.03.2016
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Kartenspiel Nimmit - Foto von Adlung Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Warnung: Wer bei hektischen Gesellschaftspielen Herzrasen bekommt, sollte die Finger von Nimmit aus dem Hause Adlung Spiele lassen! Als Nebenwirkung des Spiels könnten Verletzungen an den Händen auftreten, sofern es besonders grobe oder extrem manikürte Mitspieler(innen) gibt. Denn hier wird versucht, in extrem kurzer Zeit eine möglichst große Anzahl von vollständigen Höhlenmalereien zu sammeln, und da kennen manche Spieler keine Gnade. Aber von vorn.

Wie wird das Kartenspiel Nimmit gespielt?

66 Motivkarten umfasst das Kartenspiel und die sind aufgeteilt in elf Kühe, elf Schafe und ein schwarzes Schaf, jeweils aus drei Teilen bestehend. Die werden nun gut gemischt und vom Startspieler möglichst schnell offen auf dem Tisch verteilt. Je schneller er das macht, desto anstrengender für die Mitspieler. Denn liegen alle Karten aus, ist die Runde vorbei. In der Zeit des Auslegens sammeln die Mitspieler Karten auf und zwar so, dass möglichst immer ein komplettes Tier vorhanden ist. Während der Startspieler seinem anstrengenden Job nachgeht, hat man Gelegenheit, die Karten auf der „Sammelhand“ zu sortieren. Wie das bei Höhlenmalereien so ist, sehen die einzelnen Karten relativ ähnlich aus. Im Eifer des Gefechts greift man schon mal daneben. Karten, die man vorschnell gesammelt hat, darf man auch wieder ablegen. Nur sollte man sich mit dem Ganzen nicht zu viel Zeit lassen, denn 66 Karten sind schneller ausgelegt, als mancher glaubt.

Und sobald die letzte Karte liegt, kommt die Stunde der Wahrheit. Jeder legt seine gesammelten Karten in der Reihenfolge ab, wie sie auf der Hand sind. Jedes komplette Tier bringt einen Siegpunkt, das schwarze Schaf gleich drei. Aber wehe, man hat ein falsches Teil dazwischen oder kann kein komplettes Tier bilden. Dann gibt es einen Minuspunkt. Beim unvollständigen schwarzen Schaf natürlich gleich drei Minuspunkte. Dann geht es weiter, bis jeder einmal Startspieler war und schließlich wird der Spieler mit den meisten Punkten der Sieger.

Wie gut ist das Kartenspiel Nimmit?

Nimmit ist laut Verlagsangaben eine Weiterentwicklung des Spiels Grabsch aus dem Jahr 1998. Im Vergleich zum Vorgänger hat man die Grafik überarbeitet, die maximale Spieleranzahl erhöht und die Spieldauer gesenkt. Außerdem hat man dem Spiel noch zwei Regelvarianten spendiert, eine davon senkt das Mindestalter auf vier Jahre, denn es handelt sich um eine Memo-Variante ohne die Hektik des Hauptspiels.

Spieler, die eben diese Hektik in Spielen generell nicht mögen, wird man auch mit Nimmit nicht überzeugen können. Man kommt sich schon in Spielerunden zu viert ganz schön in‘s Gehege und wo viele Hände im Spiel sind, da stoßen diese auch schon mal unsanft zusammen (siehe oben). Wobei hier viel vom Startspieler abhängt. Der sollte bestrebt sein, die Karten so schnell wie möglich abzulegen. Hat man da einen eher phlegmatischen Typen in der Runde, ist der Spielspaß gering.

Als schnelles Spiel für Zwischendurch ist Nimmit also bestens geeignet. Man sollte vorher vielleicht die Trinkgläser und Knabberschälchen beiseite stellen, damit es nicht zu Kollateralschäden kommt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20-30
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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