Oh, nein, die Schnackelstein

eine Spielerezension von Jörn Frenzel - 15.08.2015
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Oh, nein, die Schnackelstein - Gesellschaftsspiel - Foto von Zoch
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Oh nein! Die Schnackelstein! Was soll mir das sagen, ich weiß es nicht? Auf alle Fälle ist bei diesem Kinderspiel aus dem Hause Zoch Verlag so einiges bekannt! Das Spielfeld, sowie die Schiebeplättchen kommen mir bekannt vor- aus dem Kinderspiel des Jahres: Da ist der Wurm drin. Da baut man das Spiel auf die selbe Art und Weise zusammen und stellt fest, dass man sich da schon verbessert hat. Die Holzsteckhalter sind unten breiter und halten das Spiel wesentlich besser zusammen. Sonst sieht das Spiel ähnlich aus. Lange Wühlgänge, die mit einem kleineren Spielplan abgedeckt werden, der freie Löcher und einen Baumstumpf aufweist. Das ganze stellt die einzelnen Maufwurfhügel dar, bei denen es gilt, die Maulwurfplättchen duch diese Gänge zu schieben und dabei die meisten Edelsteine aufzusammeln. Dazu findet man 69 unterschiedlich lange Erdplättchen, 24 rote Rubine, 20 blaue Saphire, sechs weiße Diamanten sechs verschieden lange Käferplättchen, drei Wurmplättchen, sowie fünf extra lange und kurze Jokererdplättchen.

Wie funktioniert Oh, nein, die Schnackelstein?

Am Anfang jedes Wühlganges legt man einen Maulwurf an. Danach verteilt man, je nach Spieleranzahl, die Edelsteine auf die einzelnen Maulwurfhügel (Löcher im Plan).  Mit Saphiren werden fünf Hügel befüllt, jeweils einer weniger, als Spieler dran teilnehmen. Auf zehn Hügel kommen ein, zwei oder drei Rubine. Fünf Hügel, die nicht die ersten eines Ganges sein dürfen, werden mit einem Diamanten belegt. Drei Edelsteine werden auf den Baumstumpf gelegt und das Spiel kann losgehen.

Im ersten Zug muss jeder Spieler entweder ein Käfer- oder  Wurmplättchen in den Gang schieben. Danach kann jedes Plättchen, vom Joker- bis zum normalen Plättchen verwendet werden. Dabei kann man immer frei entscheiden, welchen Maulwurf man schiebt. Sobald ein Maulwurf in einem der Löcher zum Vorschein kommt, kann man die dort liegenden Edelsteine nehmen. Aber: die Rubine dürfen behalten werden, die Saphire müssen an einen Mitspieler verschenkt werden und wer einen Diamanten herausholt, behält diesen und kann sich als Belohnung noch alle Edelsteine einer Farbe vom Baumstunpf nehmen.

Dieser wird immer dann aufgefüllt, wenn nach dem Schieben in einem Loch ein Wurm zu sehen ist. Dann muss man für jeden sichtbaren Wurm einen Edelstein auf den Baumstumpf legen. Sollte ein Käfer zu sehen sein, bekommt man einen Extrazug. Sollten sie nur im Vorbeischieben zu sehen sein, haben sie allerdings keine Bedeutung. Dabei gilt immer die Reihenfolge: Schieben - Ausbuddeln - Käfer - Würmer! Sobald dann ein Maulwurf am Ende eines Wühlganges ankommt, ist dieser Gang blockiert, und dort darf nicht mehr geschoben werden. Sind dann alle Maulwürfe durch, endet das Spiel. Wer dann die meisten Edelsteine besitzt, gewinnt.

Wie gut ist das Kinderspiel Oh, nein, die Schnackelstein?

Oh, nein, die Schnackelstein gefällt mir viel mehr als das Kinderspiel des Jahres Da ist der Wurm drin. Das Ganze wurde noch um einige taktische Finessen erweitert, und nun macht das ganze auch den Erwachsenen gehörig Spaß. Was beim Vorgänger nur im Schieben der Teile mündete, hat hier noch mal eine Steigerung bekommen. Da muss taktiert werden, wem man was schenkt, überlegt werden, wann die Käfer auftauchen, und die Spannung wurde damit gesteigert, ohne es zu überladen. Die Grafiken sind wunderhübsch gezeichnet und auch ist die Zielgruppe davon sehr angetan, die hier ja auch erst ab sechs Jahre angesprochen wird. In dieser Altersgruppe ist das Spiel ein Knaller. Kurzum: Eine tolle Weiterentwicklung eines schönen Kinderspiels mit hohem Wiederspielfaktor. Dabei kann der ulkige Titel des Spiels getrost vergessen werden, der hätte besser gewählt sein können. Aber das ist auch das einzige Manko, denn der Titel sagt nichts aus, es sollte wohl niedlich sein. Aber das ist es ja eigentlich auch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Fotos
Spielsituation bei Oh, nein, die Schnackelstein - Foto von Jörn Frenzel
Maulwurf von Oh, nein, die Schnackelstein - Foto von Jörn Frenzel
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