Pentris

eine Spielerezension von Anita Borchers - 28.06.2015
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Knobelspiel Pentris - Foto von Penta Games
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Es gibt genau zwölf Möglichkeiten, fünf Holzwürfel zweidimensional zusammenzusetzen. Diese Tatsache hat der Autor genutzt und daraus ein schönes Brettspiel aus Holz entwickelt: Pentris.

Wie wird Pentris gespielt?

Zwei Spieler treten gegen einander an. Sie haben das Ziel, die Spielsteine möglichst lückenlos anzuordnen. Dazu  stellen sie ihr fast senkrecht stehendes Pentris-Holzbrett so auf, dass der Mitspieler den jeweils gegnerischen Spielbereich nicht sehen kann. Außerdem erhält jeder Spieler von jeder Spielsteinart drei Steine. Jeder Spieler verfügt also über 36 Steine insgesamt. Diese Holzsteine nennt der Autor übrigens "Pentominos".

Tetris-ähnlich werden die Pentris-Spielsteine auf dem großen Holzbrett platziert. Allerdings müssen sie nicht wie bei Tetris den ganzen Weg von oben nach unten rutschen, sondern dürfen auch von vorne auf das Brett gelegt werden. So können ggf. entstandene Lücken auch später noch gefüllt werden. Aber Vorsicht, das Spielbrett steht schräg und die Steine rutschen ggf. zusammen.

In jeder Runde Pentris wird ausgelost, welche Spielsteinform genutzt wird. Die zwölf unterschiedlichen Pentominoformen sind durchnummeriert. Der Autor stellt sogar auf seiner Internetseite eine Online-Unterstützung für das Smartphone bereit, die die zufällige Auswahl der Zahlen übernimmt. Sehr zeitgemäß :-). Wer bei einem geselligen Spieleabend das Smartphone hingegen lieber ausgeschaltet lässt, der kann die Auslosung auch über ein Kartenset vornehmen, welches der Autor auf Wunsch mitliefert. Aber auch jedes beliebige Kartenspiel, welches dreimal über die Zahlen 1 bis 12 verfügt, tut hier gute Dienste.

Ein Stein, der, wie auch immer, zufällig ermittelten Form wird von jedem Spieler aus seinem Vorrat genommen und auf dem Spielbrett angeordnet. Bereits liegende Pentominos dürfen dabei nicht verschoben werden. Es gilt, den jeweils aktuellen Stein so geschickt anzuordnen, dass keine Lücken entstehen. Denn Lücken bringen am Spielende unter Umständen Minuspunkte. Gleiches gilt für nicht verbaute Pentominos.

So verbauen die Spieler Runde um Runde ihre Spielsteine. Pentris endet, wenn alle Pentominos verbraucht sind. Nun folgt die Abrechnung. Es gewinnt der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten. Diese gibt es sowohl für nicht verbaute Pentominos als auch für entstandene Lücken, aber auch für die in der obersten Reihe liegenden Würfel.

Wie gut ist das Holzspiel Pentris?

Pentris ist ein kurzweiliges und schnell erklärtes Spiel. Das Spielmaterial, sowohl Spielbrett als auch Spielsteine sind aus massiven Buchenholz, macht echt etwas her. Aufgrund der Abmessung und des Gewichts eignet sich Pentris zwar nicht unbedingt für das Urlaubsgepäck. Wer aber Freude an Tetris, Fits und ähnlichen Spielen sowie schönen Holzspielen hat, ist hier genau richtig. Die Spielanleitung ist überschaubar. Pentris ist wie das Schwesterspiel Penta ein schönes und etwas außergewöhnliches Familienspiel.

Hinweis: Das Spiel ist aktuell nur direkt beim Verlag bestellbar.

Spieleinfo

Verlagsangaben
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2
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