Pinguluu

Die Eisige Eiersuche!

eine Spielerezension von Alexander Klatte - 01.08.2018
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Kinderspiel Pinguluu - Foto von Blue Orange - Asmodee
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Beim Kinderspiel Pinguluu (Blue Orange Games) versuchen die Spieler, unter Pinguinen versteckte farbige Eier korrekt aufzudecken und als erstes sechs der insgesamt zwölf Pinguine so auf seine eigene Eisscholle zu bekommen.

Wie wird Pinguluu gespielt

Zu Beginn werden die zwölf Pinguine über zwölf Eier (je zwei Eier in den sechs verschiedenen Farben) gestülpt und auf dem Tisch verteilt. Zusätzlich erhält jeder Spieler eine „Eisscholle“, einen schmalem Pappstreifen. Reihum würfeln die Spieler zwei Farbwürfel, welche dann die gesuchten Eierfarben vorgeben. In zwei Versuchen darf der aktive Spieler Pinguine anheben und die Eierfarbe mit den gewürftelten Farben abgleichen. Stimmt die Farbe des Eis mit einer Würfelfarbe überein, darf der Pinguin samt Ei auf die eigene Eisscholle wandern. Stimmen sogar in beiden Versuchen die Farben mit den Würfelergebnissen überein, wandern beide Pinguine auf die Eisscholle – und der erfolgreiche Spieler darf noch einmal würfeln! Wer zuerst sechs Pinguine auf seiner Eisscholle vereinen kann, gewinnt das Spiel.

In der Standardvariante dürfen die Spieler auch die Pinguine auf den Eisschollen der Mitspieler nach passenden Eierfarben überprüfen – und diese im Erfolgsfall auf die eigene Scholle entführen!
Als Variante für das Spiel mit kleineren Kindern wird empfohlen, dass Pinguine auch nach erfolgreicher Nachschau auf Eisschollen stehen bleiben.  

Wie gut ist das Kinderspiel Pinguluu?

Pinguluu ist eine Memo-Variante, bei der die Würfel die gesuchte Farbe vorgeben. An sich hätte das Spiel mit seinen farbenfrohen Eiern, dem tollen Pinguinthema und dem einfachen Spielprinzip eine gute Chance gehabt. Mit meinen Spieletestern (zwei bis sechs Jahre) war dieses Spiel jedoch ein totaler Reinfall, sodass es nur mit Überredung mehrfach auf den Tisch gebracht werden konnte. Folgende drei Punkte haben dazu geführt:

  • Das negative Spielerlebnis beginnt bereits bei der Verpackung. Der Schachteldeckel ist mit einem Sichtfenster versehen, so dass man ein Teil der darin vorhandenen Pinguine und Eier bereits im verschlossenen Zustand sehen kann – was vermutlich den Spielreiz erhöhen soll. Damit die Pinguine und Eier jedoch gut zu sehen sind, musste ein Tiefziehteil aus dünnem Plastik her, der die Pinguine an Ort und Stelle hält. Dieses Tiefziehteil macht es (vor allem kleinen) Kindern jedoch sehr schwer, die Pinguine aus der Verpackung zu holen und das Spiel aufzubauen. Ähnliches auch später beim Abbau, wo für einige Eier ein eigener Platz im Tiefziehteil vorhanden ist, andere Eier kompliziert im Bauch des Pinguins in das Tiefziehteil gedrückt werden müssen. Eine so unpraktische Aufbewahrung mit Tiefziehteil habe ich bisher nicht gesehen.
  • Die Pinguine und die Eier bestehen aus stabilem Plastik. Da dürfen Kinder auch mal versehentlich drauf treten. Leider sieht man von dem farbenfrohen Eiern während des Spiels nicht viel (sie werden ja nur bei der Suche kurz sichtbar), was dieses Spiel insgesamt zu einem unattraktiven Schwarz-weiß Spiel macht.
  • Zu guter Letzt das allgemeine Würfelproblem. Allen Mitspielern waren die Eierfarben der letzten Pinguine bekannt – aber die benötigte Würfelfarbe wollte nicht oben liegen bleiben. Somit hat sich das Spiel fast immer unnötig in die Länge gezogen.

Das Kinderspiel Pinguluu funktioniert, so wie es die Anleitung vorgibt. Es gibt jedoch ausreichend Alternativen auf dem Markt, die eine fröhlichere Gestaltung haben und sich schneller spielen lassen. Unser Familienfavorit bleibt hierbei Honigbienchen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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