Prinzessin Dornröschen

eine Spielerezension von Riemi - 31.12.2006
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Prinzessin Dornröschen von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Fast jeder kennt das Märchen von Dornröschen. Die junge, attraktive Dame von Stand verfiel in eine etwas längere Ohnmacht, als sie sich mit einer Spindel stach. Hm? Wer denkt jetzt nicht an eine Drogenkarriere im Märchenland – egal, das braucht jetzt nicht vertieft zu werden. Was jedenfalls bis heute nicht bekannt ist, statt eines Prinzen, haben es wohl damals bis zu vier Prinzen versucht, sich der Prinzessin zu nähern, um sie mit einem Kuss zu wecken. Skeptiker werden an dieser Stelle auf das Dementi in Form des Originalmärchens - am Ende der Spielregel hingewiesen.

Da steht er, der Turm von Prinzessin Dornröschen. Drumherum wird noch ein kleiner Spielplan gelegt. Bevor sich die Prinzen daran machen können, den Turm zu erklimmen, müssen sie sich mit dem Würfel vertraut machen. Der ist für die jungen Spieler nicht ohne. Es gibt nämlich eine Grundvorrausetzung, um überhaupt die Prinzessin wach küssen zu dürfen. Drei Rosen sind dafür unbedingt notwendig, ohne Rosen nützt die schönste Kletterei nichts, der betroffene Prinz hängt dann nämlich Sinnbildlich mit einem Finger an der Balustrade und kommt mit seinen Beinen nicht über die Brüstung. Deswegen wird bei einer gewürfelten Rose erstmal eine eingesackt. Wer schon seine Rosen zusammen hat, darf statt dessen ein Feld vorrücken. Vorrücken und rückwärtsziehen darf man auch, wenn man eine Krone würfelt, oder eine Farbe. Bei einem Dorn packt man quasi einen Kontrahenten an den Hammelbeinen und zieht ihn von der Prinzessin ein Feld weg.

Damit überhaupt an dem Metallturm hochgeklettert werden kann, sind die Spielfiguren mit einem Magneten ausgestattet. Der ist für kleine und große Hände aber tückisch. Zu nah am Turm macht es dann schon mal öfters "klack", auch wenn die Prinzen das noch gar nicht dürfen. Teilweise wird das von den jungen Spielern extra und ausgiebig gemacht. Behelfen kann man sich mit folgender Hausregel: Die Prinzen laufen Richtung Turm erstmal rückwärts. Erst wenn man klettern darf, wird die entsprechende Spielfigur umgedreht. Seien Sie versichert, es ist nervenschonender. Wenn ein Prinz nicht gerade das Würfelglück gepachtet hat und mit Schwierigkeiten die Rosen zusammen bekommt, kann er versuchen, auf Rosenfelder am Turm zu kommen, um sich so mit Rosen zu versorgen. Unterhalb der Zinnen ist noch mal Würfelglück gefragt, nur wer eine Krone oder eine Rose würfelt, darf die Dachterrasse betreten, um so seinen Sieg perfekt zu machen.

Neben dem spielerischen gibt es bei Prinzessin Dorröschen noch den künstlerischen Aspekt. Bei diesem Spiel kann man sich gut vorstellen, wie es als Schatz über die Kindheitsjahre gehütet wird, um ihn später an seine eigenen Kinder weitergegeben zu können. Es ist wunderschön. Das richtige Spiel für Kinder in der Prinzessinnenphase. Da stört es auch nur bedingt, dass während des Spiels die Prinzen, die auf der anderen Seite des Turms hochklettern, praktisch unsichtbar sind.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4 - 10
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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