Res Publica 2230 AD

eine Spielerezension von Olaf Bormann - 14.08.2016
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Res Publica 2230 AD - Foto von Heidelberger Spieleverlag
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Lesezeit: ca. 2 Minuten

Res Publica 2230 AD von Reiner Knizia (Heidelberger Spieleverlag) ist ein Kartenspiel für drei bis fünf Spieler. Es löste bei mir ein Schmunzeln aus, ist es doch ein Vierteljahrhundert her, dass ich die erste Version von Res Publica, damals bei Hexagames erschienen und thematisch in der Zeit der europäischen Völkerwanderung angesiedelt, spielte. Jetzt spielt es in einer fernen Zukunft irgendwo im Weltraum.

Res Publica 2230 AD: Spielprinzip und Unterschiede zu Res Publica

Jeder startet mit vier Völkerkarten, deren sechs verschiedene gibt es. Das Ziel ist meistens, fünf gleiche Völker zusammenzubekommen. Wer dran ist, kann eine Nachfrage nach einer oder mehreren gleichen Völkerkarten stellen. Jeder Mitspieler hat anschließend Gelegenheit, eine Forderung zu stellen, was er für diese Nachfrage seinerseits gern hätte. Der umgekehrte Weg ist auch möglich: Der aktive Spieler macht ein Angebot und hört sich an, was die anderen dafür bieten.

Neu gegenüber dem Originalspiel ist, dass verschiedene Angebote oder Nachfragen gestellt werden können: „Ich suche einen Terraner oder einen Skythris.“ Was mehr Flexibilität bietet, stellt aber auch ein Risiko dar, da ich nicht sicher weiß, was ich erhalte. Für fünf Völkerkarten gibt es eine Raumstation und damit Zugriff auf Technologiekarten. Mit jenen wird ebenfalls gehandelt und bei Auslage von deren fünf gleichen gibt es Stadtkarten, die unterschiedlich viele Punkte wert sind. Je früher eine Kombi gespielt wird, desto wertiger ist die Stadt.

Viele Unterschiede liegen in Details versteckt. In beiden Kartenarten gibt es welche, von denen nur drei gesammelt müssen und dann den Zugriff auf andere Sorten mit anderer Wertigkeit erfolgen lassen. Wieder andere verringern die nötigen Technologien auf vier statt fünf. Dann gibt es jetzt auch Joker und zu guter Letzt hat jeder einen vierteiligen Planeten, der Sonderaufgaben anbietet, die zusätzlich belohnt werden.

Wie gut ist Res Publica 2230 AD?

Material und Ausstattung sind stimmungsvoll und hochwertig, die Karten stabil und langlebig. Die vielen Feinheiten machen den Einstieg etwas mühsam, zumal es auszuloten gilt, wie wichtig der eine oder andere Nebenweg jetzt geworden ist. Dadurch dauert das Spiel auch länger als in der alten Version. Hauptknackpunkt ist allerdings die sich rasch öffnende Schere: Wer früh seine Kombinationen ausspielen kann, ist kaum einzuholen. Das macht Frust bei den Abgeschlagenen. Die erhöhten Möglichkeiten machen das nicht wett. Wenn das Spiel rasch vorbei ist, fällt das nicht ins Gewicht, aber bei einer Stunde Spieldauer ist das was anderes. Als Spielformat wirkt Res Publica in die Jahre gekommen und altbacken. In allen Partien waren die Meinungen zwiespältig und durchwachsen. Somit kann ich  nur eine eingeschränkte Empfehlung geben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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