Risiko - Der Herr der Ringe

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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Zu Risiko: Der Herr der Ringe gibt es die Erweiterung Gondor und Mordor. Diese bietet das in der Grundversion fehlende Stück der Landkarte Mittelerdes auf dem Brett. Die Gebiete von Gondor, Mordor und Haradwaith gehören nun zum Schlachtenplan. Natürlich mit den nötigen zusätzlichen Karten. Leider bleibt die maximale Spielerzahl bei vier. Die Ankündigung, das Spiel für bis zu sechs Strategen spielbar zu machen, hat sich leider in Schall und Rauch aufgelöst. So bietet diese Erweiterung nicht viel mehr als einen größeren Spielplan und damit zusammenhängend eine etwas längere Spieldauer sowie neue Figuren.

Zusätzlich bietet die Erweiterung auf der Rückseite des Spielbretts das Zwei-Personen-Spiel Die Belagerung von Minas Tirith & Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern von Richard Borg. Leider ebenfalls nur zusammen mit dem Grundspiel spielbar. Die Anleitung zu diesem Spiel ist allerdings dermaßen ungenügend, dass sich selbst ein geübter Regelleser nicht sicher sein kann, wie denn nun gespielt, vor allem Armeen getauscht werden dürfen. Damit ist die gesamte Ergänzung eigentlich ein mittelschweres Fiasko. Wenn da nicht die hinter dem Regelchaos stehende Idee wäre.

Das Zweier-Spiel sieht vor, dass einer Minas Tirith verteidigt und der andere Spieler versucht, dieses zu erstürmen. Die aus dem Grundspiel zum Thema bekannten Heerführer erhalten hier eine wichtige Rolle. Sie tauchen als Gandalf, Aragorn, Theoden und Hexenkönig auf. Anders als beim normalen Risiko sind anfangs nur wenige Felder mit Armeen besetzt. Nach und nach kommt Bewegung in die Sache und - je nachdem, wie man die Anleitung interpretieren will - gibt es mehr oder weniger Nachschub. Fernkampf und Mauern bieten neue Komponenten und ein ganz anderes Risiko-Spielgefühl.

Das wichtigste in dieser Variante ist jedoch das Eintauschen. Sobald man einen Kartensatz vollständig ablegt, darf man eine Minas Tirith Karte ziehen, die zusätzliche Optionen für die beiden Opponenten beinhalten. So kann zum Beispiel Aragorn zusammen mit einer über Runden neben dem Spielplan wachsenden Armee von Infanteristen plötzlich am Spielfeldrand auftauchen und in das Geschen eingreifen. Gleiches gilt für Theoden und seine Reiter oder die Heerschar des Bösen. Am Ende gewinnen die Bösen, indem sie das Stadtgebiet von Minas Tirith erreichen, oder die Guten, indem sie zwei Heerführer des Bösen schlagen.

Schade, dass die Erweiterung nicht den Ankündigung entspricht und Die Belagerung von Minas Tirith & Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern wegen der schlechten Anleitung zu einem Interpretationsspiel wird.

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Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Jahrgang: 
2002
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