Robot Master

Wer bildet die stärksten Reihen?

eine Spielerezension von Anita Borchers - 24.02.2010
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Robot Master von Anita Borchers
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Rotot Master ist ein Kartenspiel, das aus 36 Roboterkarten mit den Werten Null bis Fünf besteht. Gut gemischt erhält jeder der beiden Spieler zu Beginn zwölf Karten auf die Hand. Eine weitere Karte kommt in die Tischmitte als Startkarte. Bevor es los geht, wird erst einmal bestimmt, welcher Spieler die fünf horizontalen und welcher die fünf vertikalen Reihen des gemeinsamen Spielfeldes spielt. Abwechselnd legen die Spieler nun jeweils eine ihrer Handkarten an die bereits liegenden Karten an, sodass sich allmählich eine Quadrat aus fünf mal fünf Karten bildet. Dann endet das Spiel und es wird gewertet.

Abhängig von der Anzahl gleicher Karten in einer Reihe gibt es Punkte. Für eine Karte einer Sorte gibt es den aufgedruckten Wert von null bis fünf, für zwei Karten einer Sorte gibt es für diese beiden in Summe schon den zehnfachen aufgedruckten Wert (null bis 50) und für drei Karten einer Reihe gibt es, unabhängig vom aufgedruckten Wert, 100 Punkte. Anschließend werden die so gesammelten Punkte einer Reihe addiert. Die Spielregel beschreibt auch noch, wie viele Punkte für vier oder fünf gleiche Karten vergeben werden, da jedoch in die Endwertung eines Spieler nur seine schwächste Reihe eingeht, ist das aber eher unerheblich.

Ja, richtig gelesen, es wird nur die schwächste der fünf Reihen gewertet! Man muss sich also im Spielverlauf von dem Drang lösen, möglichst viele gleiche Karten in einer Reihe zu platzieren. Vielmehr sollte man, wenn eine Reihe in relativ „trockenen Tüchern“ ist, sich um seine übrigen Reihen kümmern, bevor diese zu Sorgenkindern werden. In unseren Spielrunden galt eine Reihe so bei 30 bis 50 Punkten als recht sicher, was sich bereits mit zwei gleichen höherwertig Karten schaffen lässt. Geschickt muss man dagegen seine weniger wertvollen Karten einsetzen, da der Gegner einen kaum freiwillig drei "Nuller" oder "Einer" in einer Reihe gönnt, um auf 100 Punkte zu kommen. Außerdem lohnt es sich natürlich immer, die Aktivitäten des Mitspielers im Auge behalten, um seine Pläne rechtzeitig zu durchkreuzen.

Es ist unschwer zu erahnen: Robot Master lässt sich sehr taktisch spielen. Daran kann auch der Glücksfaktor bezüglich der gezogenen Karten nur wenig ändern. Dank der kurzen und einfachen Regeln lässt sich das Spiel leicht erlernen und schnell spielen. Auf das Thema des Spieles, Roboter, wird leider nicht weiter eingegangen. Auf den Karten sind zwar eben diese abgebildet, aber das ist dann auch schon alles.

Variante: Interessant ist übrigens auch die Variante zu viert. Hierbei sitzen sich je zwei Spieler gegenüber, sie bilden jeweils ein Team und spielen um den gemeinsamen Sieg. Jeder hat seine eigenen Handkarten und unterhalten dürfen sich die Teamspieler auch nicht miteinander. Dabei ist es nicht immer einfach, die Gedanken des Mitspielers zu erahnen, einziger Trost: Den Gegnern geht es genau so.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
1 - 2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Robot Master von Anita Borchers
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