Midgard: Säulen der Macht

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.12.2004
Midgard: Säulen der Macht - Foto von Pegasus Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Was macht ein gestandener Held, wenn er sich nicht mehr mit seinem Körper auskennt? Das ist eine der Hauptfragen dieses Szenarios, bei dem es aber um ganz andere Dinge geht. Spielleiter und Abenteurer werden auf harte Proben gestellt. Dieses Abenteuer dürfte zu einer der interessantesten Midgard-Publikationen gehören und erfordert von beiden Seiten das ganze Rollenspieltalent.

Es geht um die immer stärker werdende dunkle Macht im Hintergrund, die schon in Die Fahrt der schwarzen Galeere die Abenteurer in Atem hielt: Die Seemeister. Angesiedelt ist das Szenario in Mokattam. Und so verbreitet das Abenteuer auch einen Charme wie die Geschichten aus 1001 Nacht. Eine ganz und gar ansehnliche junge Frau hier, verzauberte Krüge dort, alles andere dazwischen. Die Story lebt. Und sie lebt nicht nur im Hintergrund. Die Charaktere werden hineingerissen in das Spiel größerer Mächte, selbst in eine kriegerische Auseinandersetzung und in einen Mordfall. Intrigen, verdeckte Schachzüge und die große Unbekannte sorgen für Stimmung und Gefahr.

Das Abenteuer verspricht einige Stunden Spielspaß und wird dabei die bisher bekannte Welt verändern. Die Ereignisse werden die Spielgruppe in Atem halten und ihre Abenteurer auf Trab. Aber auch der Spielleiter sollte auf der Hut sein. Zwar gibt es immer wieder Möglichkeiten, die Spielerfiguren "einzufangen", doch an ein, zwei Stellen muss seine unsichtbare Hand je nach Gruppe mehr oder weniger stark nachhelfen.

Ein sehr gutes Abenteuer, schön geschrieben, mit vielen einfallsreichen Ideen und bedeutsamen Handlungssträngen. Nach Säulen der Macht wird Midgard kaum mehr so sein können, wie es einmal war.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
4 - 7