Safebreaker

eine Spielerezension von Bettina Ihnst - 15.10.2017
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Gesellschaftsspiel Safebreaker - Foto von Ravensburger
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Eine unmögliche Mission ist es sicherlich nicht, diesen Tresor zu knacken. Für alle, die sich im Kinderspiel Safebreaker (Ravensburger) als Topagent beweisen wollen, ist die entscheidende Herausforderung, es vor den Mitspielern zu schaffen,

Wie wird das Kinderspiel Safebreaker gespielt?

Vor Spielbeginn werden die Münzen durch einen Schlitz, wie man ihn von der Spardose kennt, in den Safe geworfen. Sie werden erst beim erfolgreichem Öffnen wieder ausgegeben. Die Elektronik des Safes garantiert in jeder Runde einen zufälligen, nicht vorhersehbaren Code.

In der einfachsten Spielvariante und im Spiel für erfahrene Agenten werden 18 Zahlenkarten vor dem Tresor ausgelegt. Der aktive Spieler sucht sich eine beliebige Zahlenkarte aus, stellt am Zahlenrad die entsprechende Zahl ein und hält das Stethoskop an sein Ohr. Sobald der Fingerabdruckscanner (ja, richtig gelesen) gedrückt wird, hört der Spieler hohe oder tiefe Signaltöne, die verraten, ob die gesuchte Zahl eben höher oder niedriger als die zuvor am Zahlenrad eingestellte Zahl ist. Das sind recht leise Töne, die aber zumindest die jüngeren Spieler gut mithören können, selbst wenn ein anderer das Stethoskop am Ohr hat. Wer gute Ohren hat, ist in den beiden einfachsten Spielvarianten im Vorteil. Im Spiel für Experten wird allerdings ohne Karten gespielt. Die Spieler stellen eine beliebige Zahl ein und drehen das Zahlenrad dann sofort weiter, wenn sie falsch lagen. Die gesuchte Zahl versucht nun jeder Spieler, für sich einzugrenzen, ohne die hilfreichen Hinweise der Mitspieler. Sobald der Geheimcode gefunden wird, öffnet sich der Safe und wirft ein bis drei Münzen aus. Wer zuerst vier Goldmünzen oder zwei Diamanten erbeutet, gewinnt bei Safebreaker.

Wie gut ist Safebreaker als Kinderspiel?

Safebreaker hat definitiv Aufforderungscharakter. Nicht zuletzt, weil der Spielablauf so einfach ist und das Spiel quasi sofort nach dem Auspacken einsatzbereit ist (jedenfalls sobald man die drei nicht beigefügten AA-Batterien eingesetzt hat). Und dann wird es gleich spannend. Wie schnell schaffe ich es, den Code zu knacken? Die Altersempfehlung hat Ravensburger gut gewählt. Das Unterscheiden der Töne und das entsprechende Zuordnen der Zahlen verlangt mehr Kompetenz als einfaches Zahlenraten. Kinder im Vor- und Grundschulalter bekommen das schon hin. Von der empfohlenen Spielerzahl kann dagegen ohne weiteres abgewichen werden. Auch in etwas größerer Spielrunde mit sechs Spielern brachte uns das Tresorknacken Spaß. Sogar alleine konnten sich die Kinder mit Safebreaker beschäftigen. 

Nicht so gelungen finde ich die Optik des Safes. Das Stethoskop ist oben mittig auf dem kastenförmigen Tresor angebracht. Dadurch sieht er ein bisschen aus wie ein sehr altes Telefon. Oder wie ein Roboterkopf mit Antenne. Je öfter ich darauf schaue, um so weniger erkenne ich tatsächlich den Tresor. Na gut, manches schaut sich weg und das ist jetzt wirklich schon Jammern auf hohem Niveau. Was mich an Safebreaker aber so richtig stört, ist der Schmu mit dem  "Fingerabdruckscanner". Den Kindern meiner Testgruppe war es im Spielverlauf ziemlich egal, ob die Taste nun Druckknopf oder Fingerabdruckscanner heißt. Sie hatten ihren Spaß und da hat nichts gefehlt. Aber wenn potentielle Käufer mit so einem spannenden Begriff gelockt werden, wäre doch zumindest noch ein Lichtsensor oder ein LED-Licht nett, um der großen Erwartung ein bisschen gerecht zu werden.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
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