Schatz-Alarm

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 16.10.2010
  Spiel kaufen kommentieren
Schatz-Alarm von Ravensburger
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Alles war friedlich im Affenreich Bingo Bongo, bis die Schlange Shira, den Schatz der Affen stahl und im Blätterdickicht versteckte. Nun müssen die Affen mit ihrem magischen Schatzsucher im Dickicht nach den kostbaren Edelsteinen suchen.

Zuerst werden die Edelsteine umgedreht im Schachtelinneren verteilt, der Spielplan mit dem Dschungel drauf gelegt und der Schatzsucher in eine beliebige Ecke gestellt. Schön drauf achten, dass die Steine auch wirklich verkehrt herum liegen, da sonst der Magnet der Steine nicht mehr am Schatzsucher haftet. Der Spielplan ist in gleich große Quadrate unterteilt. In der Mitte befindet dich ein Loch, aus dem man die Edelsteine herausholen kann. Wer an der Reihe ist, würfelt mit den sieben Würfeln und darf den Schatzsucher so viele Felder weiter schieben, wie man Bananen gewürfelt hat. Während eines Zuges darf man bis zu dreimal würfeln und ziehen. Ein Klacken bedeutet, dass man einen der Edelsteine gefunden hat. Also Schatz-Alarm rufen und auf schnellstem Wege zum Loch, um den Schatz zu bergen. Ist dies gelungen, so endet der Spielzug und man darf je nach Farbe des Steins auf der Siegertreppe, die neben dem Spielplan bereitliegt, bis zu drei Stufen hinaufklettern. Am Rande der Treppe sind Baumstümpfe abgebildet, auf denen die gefundenen Steine abgelegt werden. Sind alle Baumstümpfe besetzt, endet das Spiel und der Spieler, dessen Affe dem Affenthron am Ende der Treppe am nächsten ist, gewinnt.

Sieben Würfel und drei Würfelversuchen hört sich erst einmal recht passabel an. Nur gibt es auf jedem Würfel nur eine einzige Banane. Man sollte es gar nicht für möglich halten, wie oft man dabei eine Nullrunde hinlegt. Noch ärgerlicher ist es allerdings, wenn man schon einen Schatz gefunden hat, ihn aber nicht bergen kann, weil die Anzahl der Bananen nicht ausreicht, um zum Ausgang zu kommen. Umso mehr freut sich dann der Nächste, dass er das Steinchen nur noch bergen muss, was dank nicht all zu großen Spielplans auch meistens gelingt. Bei jüngeren Spielern muss man anfangs darauf achten, dass sie auch wirklich schieben, da man beim Setzen des Schatzsuchers eventuell gefundene Steine wieder verliert. Ansonsten ist es so gut wie unmöglich, einen einmal gefundenen Stein wieder zu verlieren, da der Magnet recht stark ist und es keine Schikanen gibt, die dafür sorgen würden, was recht schade ist.

Alles in allem ist Schatz-Alarm ein recht Glück betontes Spiel, da man nicht nur ein glückliches Händchen beim würfeln,  sondern auch beim ergattern der richtigen Edelsteine braucht. Denn so ein roter Rubin kann einen schon ein ordentliches Stück dem Affenthron näher bringen. Der Vorteil daran ist, dass der Altersunterschied der Spieler völlig egal ist. Entweder hat man Glück oder eben nicht. Der ein oder andere mag sich zwar fragen, warum man nicht einfach weniger Würfel mit mehr Bananen genommen hat, aber das würde die Wahrscheinlichkeit, Bananen zu würfeln, so sehr erhöhen, dass jeder Spieler einen Stein erbeutet. Und wenn es dann nur noch darum geht, wer welchen Stein erwischt, wird es schnell langweilig. Außerdem passen die niedlichen Würfel selbst in die kleinsten Kinderhändchen problemlos herein, sodass auch die Jüngsten kaum Schwierigkeiten beim Würfeln haben. Das Thema passt gut zum Spiel und sollten mal fünf Kinder auf einmal spielen wollen, ist das auch kein Problem. Man nimmt einfach den Affenkönig Babu von seinem Thron und benutzt ihn als Spielfigur. Schließlich sieht er genau so aus wie die anderen Figuren und man kann die Treppe auch hochlaufen, wenn der Thron leer ist. Nur kommt man bei fünf Spielern eben nicht ganz so weit nach oben.

Schatz-Alarm ist sicher kein Spiel, das es auf Nominierungs- oder Lieblingsspiellisten schafft, aber es ist durchaus ein nettes Spiel, das es verdient hat ab und zu aus dem Schrank geholt und gespielt zu werden. Tipp: Damit derjenige, der die Steine versteckt, keinen Vorteil hat, kann man den Spielplan nach dem Auflegen des Dschungels ein paarmal vorsichtig drehen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5 - 99
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel