Schatz in Sicht

eine Spielerezension von Riemi - 31.12.2006
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Schatz in Sicht von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Seit Tagen kreuzen wir durch die Karibik, auf der Suche nach dem Schatz von Old Hoffmann. Die Mannschaften unserer kleinen Flotte werden langsam unruhig und fragen immer wieder, ob an den Gerüchten was dran sei, der Schatz sei verflucht. So genau weiß das keiner. Halb verrückte Piraten behaupten: Die ersten Seeräuber, die die Schatzinsel betreten, werden das wenigste Gold erbeuten. Wir gehen an Land!

Jeder Kapitän hat eine Mannschaft aus vier Freibeutern. Ein Würfel gibt die Schrittgeschwindigkeit vor. Bei einem gewürfelten Schiff, kann sich der Anführer entscheiden, ob einer seiner Männer einen oder fünf Schritte macht. Alle Spieler haben ein großes Problem: Endet der Zug auf einem Wasserfeld, muss der betreffende Matrose zurück zum Start. Dafür wird dieses Feld für alle nachfolgenden Seemänner mit einem „Holzbrett“ überdeckt und so sicher gemacht. Da die Ersten bekanntlich die letzten sein werden, hat es keiner so richtig eilig. Aber es herrscht Zugzwang! Und die Spielfiguren können beliebig hoch gestapelt werden. Natürlich darf nur die oberste Figur weiter bewegt werden. Echte Seeräuber sind doch keine Süßwassermatrosen. Auf das Spiel wirkt sich das folgendermaßen aus: Keiner will schnell vorwärts, aber das führt dazu, das man unter einem Wust von Konkurrenten versinkt, und schnell müssen Züge gemacht werden, die gar nicht so gewollt waren. Ein spielerisches Dilemma für die jungen Korsaren. Kurz vor dem Ziel wird entschieden: Punkte oder keine Punkte. Denn das Gerücht hat sich als wahr behauptet! Auf der letzten Insel sind die Schätze. Sie müssen mit genauer Punktzahl erreicht werden und zwar beginnend mit dem ersten Schatz. Wohl dem, der genügend Leute bewegen konnte, um so seine Schäflein ins trockene zu bringen. Sind die Schätze belegt wird abgerechnet. Wobei jeder erbeutet Schatz der aufgedruckten Zahl im Wert entspricht und zwar von eins bis fünf Punkten.

Schatz in Sicht basiert auf einer Spielidee aus den frühen Siebzigern Jahren des letzten Jahrhunderts. Klingt jetzt ein bisschen hart, sagt aber im Umkehrschluss aus: Die Spielidee war ihrer Zeit um gut dreißig Jahre voraus. Sonst würde sie nicht immer wieder von verschieden Verlagen aufgegriffen werden.

In der aktuellen vorliegenden kindgerechten Form scheinen die angegebenen fünfzehn Minuten Spieldauer unter Laborbedingungen gemessen worden sein. Beziehungsweise, mit wachsender Erfahrung, wird das Spiel der Kinder zwar schneller, die Zeit ist aber trotzdem recht knapp bemessen, um die sechzehn Spielfiguren in Richtung Ziel zu bewegen. Wenn Spieler verschiedener Altersstufen zusammen spielen, kann es zwischendurch recht zähflüssig sein. Von daher liebe Eltern und Förderer des spielerischen Nachwuchses, sollten die Kinder die mitspielen, ungefähr ein Alter haben und alles ist paletti. Wer hinterlistig genug ist, spielt nach der Ursprungspielregel. Fällt ein Pirat ins Wasser, ist er aus dem Spiel. Hoho und 'ne Buddel voll von diesem Zeug, was Kinder nicht trinken dürfen!

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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